Bodø/Glimt schockt Inter: Norwegische Sensation in der Champions League
Bodø/Glimt schockt Inter in der Champions League

Bodø/Glimt schreibt Champions-League-Geschichte gegen Inter Mailand

Die norwegische Fußballwelt erlebt eine historische Sensation: Der FK Bodø/Glimt, erstmals überhaupt in der Königsklasse vertreten, hat Inter Mailand, den Vorjahresfinalisten der Champions League, mit einem überzeugenden 3:1 (1:1) besiegt. Damit setzten die Nordlichter ihre beeindruckende Serie gegen europäische Topklubs fort, nachdem sie bereits Manchester City und Atlético Madrid in der Gruppenphase bezwungen hatten.

Polarlicht über dem San Siro: Norwegischer Traum wird Realität

In der 43.500-Einwohner-Stadt am Polarkreis feierten die Fans einen unvergesslichen Abend. Kasper Høgh bereitete mit einer Hackenvorlage das Führungstor von Sondre Fet in der 20. Minute vor. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Francesco Pio Esposito (30.) für Inter setzte Jens Petter Hauge mit einem satten Schuss unter die Latte (61.) und Høghs Nachlegen (64.) den Schlusspunkt. Sportlich dominierte Bodø/Glimt den italienischen Meister phasenweise deutlich – eine bemerkenswerte Leistung angesichts des Mini-Budgets des norwegischen Clubs.

Norwegisches Sportwunder: Mehr als nur Wintersport

Mit nur 5,5 Millionen Einwohnern – weniger als das Bundesland Hessen – etabliert sich Norwegen als Sportnation von Weltrang. Nicht nur bei Olympischen Winterspielen dominiert das Land regelmäßig die Medaillenspiegel, auch im Fußball zeigen sich beeindruckende Entwicklungen. Das gut durchfinanzierte Fördersystem mit Fokus auf Spaß und Teilhabe statt früher Elitenfilterung trägt Früchte. Der Grundsatz: Wenn eine ganze Nation sportbegeistert ist, brechen die herausragenden Talente automatisch durch.

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Bayer Leverkusen korrigiert griechisches Trauma

Während Bodø/Glimt feierte, meisterte Bundesligist Bayer Leverkusen sein persönliches Trauma in Griechenland. Nach der 0:2-Pleite in der Vorrunde gegen Olympiakos Piräus gewann die Werkself diesmal mit 2:0 (0:0). Patrik Schick bewies seine Torjägerqualitäten mit zwei Treffern innerhalb von drei Minuten (60., 63.). Ein Glück für Leverkusen: Ein früheres Tor von Ayoub El Kaabi wurde wegen Abseits von Mehdi Taremi korrekt aberkannt.

Newcastle Uniteds Torfestival und deutsche Perspektiven

Noch deutlicher als Bodø/Glimt agierte Newcastle United beim 6:1 (5:0)-Kantersieg gegen Qarabağ FK in Aserbaidschan. Anthony Gordon traf viermal vor der Pause und überholte damit Alan Shearer in der internen Champions-League-Rangliste des Clubs. Für den DFB interessant: Nicolò Tresoldi, der Deutsch-Italiener, der bereits für die deutsche U21 spielte, glänzte mit einem Tor und einer Vorlage beim 3:3 zwischen Brügge und Atlético Madrid. Bundestrainer Julian Nagelsmann sollte den Stürmer im Auge behalten, während sich auch Malick Thiaw mit seinem fünften Saisontor für die Innenverteidigung empfahl.

Woltemades Positionwechsel bei Newcastle

Nick Woltemade, dessen Transferwert im Sommer für Diskussionen sorgte, findet bei Newcastle United eine neue Rolle. Statt im Sturm spielt der 1,98-Meter-Mann nun im offensiven Mittelfeld, wo er stärker in den Spielaufbau eingebunden wird. Trainer Eddie Howe sucht nach Lösungen für den teuren Neuzugang, der bisher nicht an seine Leistungen anknüpfen konnte.

Das Rückspiel zwischen Bodø/Glimt und Inter Mailand am Dienstag (21 Uhr) könnte den norwegischen Außenseiter endgültig ins Achtelfinale katapultieren. Selbst eine knappe Niederlage würde für den Polarexpress ausreichen, der Kurs auf die nächste Runde hält.

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