Union Berlin: Dmytro Bogdanov schreibt mit Debüt in Gladbach Vereinsgeschichte
Bogdanov wird jüngster Union-Profi aller Zeiten

Historisches Debüt in Mönchengladbach: Bogdanov schreibt Union-Geschichte

Beim 0:1 des 1. FC Union Berlin bei Borussia Mönchengladbach gab es für die Berliner zwar sportlich wenig Grund zur Freude, doch ein kleiner Lichtblick erhellte die triste Auswärtsniederlage. Der junge Stürmer Dmytro Bogdanov bestritt bei seinem Kurzeinsatz sein erstes Pflichtspiel in der Fußball-Bundesliga und schrieb dabei unmittelbar Vereinsgeschichte.

Neuer Rekordhalter bei Union Berlin

Mit genau 18 Jahren, 11 Monaten und 22 Tagen wurde der ukrainische U19-Nationalspieler zum jüngsten Profi, der jemals für Union Berlin in der höchsten deutschen Spielklasse auflief. Bogdanov löste damit seinen Mannschaftskollegen Aljoscha Kemlein als bisherigen Rekordhalter ab. Der Mittelfeldspieler hatte den Rekord am 20. August 2023 beim 4:1-Sieg gegen Mainz 05 aufgestellt, als er 19 Jahre und 18 Tage alt war.

Union-Trainer Steffen Baumgart zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Nachwuchsspielers: „Jetzt hat es endlich mal geklappt. Mitja wird weiter zwischen der A-Jugend und den Profis pendeln. Ich freue mich, dass er sich entwickelt.“ Der 54-jährige Trainer verwies dabei auf den planmäßigen Entwicklungsweg des Talents.

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Wechsel von Dresden nach Berlin

Erst im August 2025 hatte Union Berlin den jungen Stürmer vom Zweitligisten Dynamo Dresden verpflichtet. Die Ablösesumme belief sich auf eine niedrige sechsstellige Summe. Bei Dynamo Dresden hatte Bogdanov in der Saison 2024/25 lediglich fünf Einsätze in der 3. Liga absolviert, bevor er in Ungnade fiel. Während die Dresdner Verantwortlichen kritisierten, der Spieler mache zu wenig aus seinem Talent, spricht sein Management von einem Missverständnis.

Berater Frank Lieberam äußerte sich optimistisch über die Zukunft seines Schützlings: „Dmytro hat das Potenzial für eine gute Karriere im Profifußball.“ Bei Union Berlin unterschrieb Bogdanov umgehend einen Profivertrag und pendelt seither systematisch zwischen der U19-Mannschaft und der Profi-Elf von Steffen Baumgart.

Systematischer Aufbau und familiäre Unterstützung

Nach seinem Pflichtspieldebüt im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld am 29. Oktober 2025 folgte nun der lang ersehnte Bundesligaeinsatz. Der junge Ukrainer hat mittlerweile eine Wohnung in der Nähe des Stadions An der Alten Försterei bezogen und absolviert parallel seinen Führerschein. Besonders beeindruckend ist sein Engagement beim Deutschlernen, das er mit großem Fleiß betreibt.

Die familiäre Unterstützung spielt eine zentrale Rolle in Bogdanovs Entwicklung. Seine Eltern, die bisher in Dresden lebten, werden im Sommer nach Berlin ziehen, um ihren Sohn noch intensiver bei der Verwirklichung seines großen Traums zu unterstützen. Vater Volodymyr, der kürzlich beim Training zusah, würde besonders stolz sein, wenn sein Sohn ukrainischer A-Nationalspieler werden würde.

Ambitiöse Ziele des Nachwuchstalents

Der aus der Nachwuchsschule von Dynamo Kiew stammende Bogdanov verfolgt klare Karriereziele. Neben der Etablierung im Profifußball strebt er die Nominierung für die ukrainische A-Nationalmannschaft an. Sein Debüt in der Bundesliga markiert dabei einen wichtigen Meilenstein auf diesem ambitionierten Weg.

Die Union-Verantwortlichen setzen bewusst auf eine behutsame Entwicklung des Talents, das zwischen Jugend- und Profibereich pendelt. Dieser planvolle Ansatz soll Bogdanov optimal auf die Herausforderungen des Profifußballs vorbereiten und ihm gleichzeitig ausreichend Spielpraxis in der U19 ermöglichen.

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