Bremens Abstiegsängste nehmen nach Niederlage gegen Ex-Trainer Werner zu
Die Sorgen um den Klassenerhalt bei Werder Bremen haben sich nach einer weiteren Niederlage deutlich verschärft. RB Leipzig besiegte die Bremer im Weserstadion mit 2:1 und bescherte damit dem ehemaligen Werder-Trainer Ole Werner eine erfolgreiche Rückkehr zu seinem alten Verein.
Werners bitter-süße Rückkehr ins Weserstadion
Ole Werner, der von November 2021 bis Mai 2025 dreieinhalb Jahre lang Werder Bremen trainiert und den Verein 2022 zurück in die Bundesliga geführt hatte, kehrte nun als Trainer von RB Leipzig zurück. Nach 128 Spielen als Bremer Coach hatte Werner seinen Vertrag an der Weser im vergangenen Sommer nicht verlängert und war zu Leipzig gewechselt. Mit seinem neuen Verein befindet er sich nun im Rennen um die Teilnahme an der Champions League.
Die Partie entwickelte sich für Werder von Beginn an ungünstig. Bereits in der 15. Minute nutzte RB Leipzig eine Konterchance effizient: Nach einem geblockten Schuss von Romulo traf Antonio Nusa von der Strafraumkante zum 1:0. Werder kämpfte sich zwar in die Partie zurück und hatte durch Puertas (34.) und Schmid (37.) Gelegenheiten zum Ausgleich, doch vor der Pause gelang kein Treffer.
Effizienz siegt über Leidenschaft
Nach der Pause setzte Leipzig seinen effizienten Kurs fort. In der 52. Minute erhöhte Romulo auf 2:0 und sorgte damit praktisch für die Entscheidung. Der späte Anschlusstreffer durch Musah in der Nachspielzeit (90.+4) kam für Werder Bremen zu spät, um noch Punkte aus der Begegnung zu retten.
Die Niederlage unterstreicht eine bedenkliche Statistik der Bremer: In dieser Saison hat Werder noch keinen einzigen Punkt gegen Mannschaften aus den Top 5 der Tabelle geholt. Damit rückt der Relegationsplatz bedrohlich näher – der aktuelle Vorsprung darauf beträgt nur noch vier Punkte.
Werner wird trotz Niederlage vermisst
Besonders bitter für Werder-Anhänger: Der verletzte Werder-Spieler Mitchell Weiser äußerte in der Halbzeitpause vielsagende Worte über den gegangenen Trainer. „Er hat ja komplett den Laden aufgeräumt und für uns viel Ruhe reingebracht. Für mich ist er ein super Trainer und es hat sehr wehgetan, dass Ole gegangen ist“, sagte Weiser am Sky-Mikrofon.
Während Werner mit RB Leipzig weiter auf internationalen Wettbewerben zusteuert – nach einem 5:0-Erfolg gegen Hoffenheim folgte nun dieser glanzlose aber effektive Sieg in Bremen –, müssen die Grün-Weißen den harten Abstiegskampf in der Bundesliga bestreiten. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob Werder Bremen die negativen Trends durchbrechen und den angestrebten Klassenerhalt doch noch schaffen kann.



