CAS bestätigt FIFA-Sanktionen im malaysischen Einbürgerungsskandal
CAS bestätigt FIFA-Sanktionen im Einbürgerungsskandal

CAS bestätigt FIFA-Sanktionen im malaysischen Einbürgerungsskandal

Im Zuge des Einbürgerungsskandals im malaysischen Fußball hat der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sanktionen des Weltverbands FIFA weitgehend bestätigt. Die FIFA hatte sieben Spieler der malaysischen Nationalmannschaft aufgrund gefälschter Dokumente für zwölf Monate gesperrt. Der CAS gab einer Berufung des malaysischen Fußballverbandes FAM nur teilweise statt.

Spielsperren und Geldstrafe bleiben bestehen

Das CAS-Gremium bekräftigte die Entscheidung der FIFA, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Die Sperre gilt nur für offizielle Spiele und nicht, wie von der FIFA ursprünglich vorgesehen, für alle fußballbezogenen Aktivitäten. Das bedeutet, dass die betroffenen Spieler in ihren Vereinen weiterhin trainieren dürfen. Die Spielsperre beginnt am 5. März, wobei drei Monate, in denen die Sperre bereits verbüßt wurde, angerechnet werden.

Die von der FIFA verhängte Geldstrafe von knapp 390.000 Euro gegen den malaysischen Fußballverband FAM bleibt ebenfalls bestehen. In seiner vorläufigen Entscheidung am Donnerstag stellte das CAS-Schiedsgericht fest, dass die Fälschung von Spielberechtigungsdokumenten nachgewiesen war und die zwölfmonatige Spielsperre angesichts der Mitschuld der Spieler an diesem Betrug eine angemessene und verhältnismäßige Sanktion darstellte.

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Hintergrund des Skandals

Die im Ausland geborenen Spieler waren vom FAM auf Grundlage manipulierter Dokumente eingebürgert worden, keiner der Spieler hat Vorfahren in Malaysia. Schon in seiner Berufung räumte der FAM institutionelle Mängel ein und bestritt nicht, möglicherweise für den Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarkodex verantwortlich zu sein. Dennoch beantragte der Verband in seiner Berufung die Aufhebung der Sanktionen und eine verminderte Geldstrafe.

Die Spieler beantragten ihrerseits die vollständige Aufhebung der FIFA-Entscheidung, da ihnen kein Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorgeworfen werden könne. Das CAS wies diese Argumentation jedoch zurück und bestätigte die Mitschuld der Spieler.

Weitreichende Konsequenzen

Schon vor dem CAS-Entscheid hatte der Einbürgerungsskandal erhebliche Konsequenzen nach sich gezogen. Ende Januar war der gesamte Vorstand des malaysischen Fußballverbandes zurückgetreten. Die FIFA hatte zudem drei Spiele Malaysias, in denen besagte Spieler zum Einsatz gekommen waren, nachträglich mit 0:3 gewertet.

Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung korrekter Dokumentation und die strikte Durchsetzung von Regularien im internationalen Fußball. Die Entscheidung des CAS sendet ein klares Signal gegen Manipulationen bei Spielberechtigungen und stärkt die Autorität der FIFA bei der Durchsetzung ihrer Disziplinarmaßnahmen.

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