Chelsea erlebt historische Negativserie: Fünfte Niederlage ohne Tor seit 1912
Chelsea: Historische Negativserie seit 1912

Historische Talfahrt: Chelsea erlebt schlimmste Niederlagenserie seit über einem Jahrhundert

Der einst ruhmreiche Traditionsklub Chelsea FC aus London steckt in einer beispiellosen Krise. Mit einer 0:3-Niederlage bei Brighton am Dienstagabend erlebten die Blues ihre fünfte Liga-Pleite in Serie – und blieben in jedem dieser Spiele ohne eigenes Tor. Eine derart verheerende Negativserie gab es bei Chelsea zuletzt im Jahr 1912, als die Titanic unterging.

Medienhämmern und Trainer unter Druck

Die englische Presse reagierte mit scharfer Kritik auf die peinliche Vorstellung. „The Sun“ titelte: „Brighton 3:0 Chelsea: Blues-Fans skandieren ‚F*** off, Rosenior‘ – Trainer steht nach neuem Negativrekord vor dem Aus.“ Das Blatt beschrieb die Leistung der Mannschaft als „Vorstellung wie bei einer Beerdigung“, die das Ende von Trainer Liam Roseniors Amtszeit bedeuten könnte.

„The Athletic“ analysierte: „Chelsea befindet sich im freien Fall – auf und neben dem Platz. Die Situation ist unhaltbar. Der Verein gerät immer weiter außer Kontrolle und steckt tief in der Sphäre der Unseriösität.“

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Selbst der „Guardian“ konnte die Leistung nicht schönreden: „Brighton fügt Chelsea und Rosenior die fünfte Liga-Niederlage in Folge ohne Torerfolg zu. Vielleicht ist es an der Zeit, Brightons Leistungen zu würdigen – auch wenn es schwerfällt, diesen windigen Abend an der Südküste nicht durch die Brille der jüngsten Chelsea-Krise zu betrachten.“

Brightons Aufschwung unter Hürzeler

Während Chelsea abstürzt, feiert Gegner Brighton unter dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler Erfolge. Der 33-Jährige, dessen Verpflichtung zu Saisonbeginn noch stark angezweifelt wurde, hat sein Team wiederbelebt. Durch den Sieg schiebt sich Brighton auf Euro-League-Platz 6 vor und hat realistische Chancen auf die Rückkehr in den Europapokal.

Interessanterweise steht der Erfolgscoach von Brighton auch bei Bayer Leverkusen auf der Trainer-Liste – ein weiteres Indiz für seine wachsende Reputation im Fußballgeschäft.

Roseniors verzweifelte Entschuldigung

Chelsea-Trainer Liam Rosenior zeigte sich nach der Pleite bei Brighton zutiefst erschüttert. Gegenüber „Sky Sports“ erklärte der 41-Jährige: „Das war in jeder Hinsicht inakzeptabel. Inakzeptabel in der Einstellung. Ich stelle mich immer wieder vor die Spieler – aber diese Leistung heute Abend ist nicht zu verteidigen.“

Rosenior betonte: „Es muss sich grundlegend etwas ändern. Einige der Dinge, die ich heute gesehen habe, will ich nie wieder sehen.“ In einem emotionalen Fazit fügte er hinzu: „Ich habe ausführlich darüber gesprochen, was in diesem Klub passieren muss – unabhängig davon, wer Trainer ist –, damit dieser Verein dorthin kommt, wo er hingehört. Chelsea steht für Kampfgeist, für Willen, für Entschlossenheit – und genau das hat heute in allen Bereichen gefehlt.“

Finanzielle Dimension des Debakels

Besonders bitter für die Klubführung: Trotz Ausgaben von 262 Millionen Pfund in den vergangenen Jahren und der Verpflichtung zentraler Spieler wie Marc Cucurella verlor Chelsea bereits zum dritten Mal in Folge im Amex Stadium gegen Brighton. Die Investitionen scheinen sich nicht auszuzahlen.

In der Premier League rutschte Chelsea durch die Niederlage auf Rang 7 ab und droht nun, die Qualifikation für den Europapokal komplett zu verpassen. Eine demütigende Situation für einen Verein, der noch vor wenigen Jahren zu den europäischen Spitzenklubs zählte.

Die Bilder der konsternierten Chelsea-Stars um Marc Cucurella nach der 0:3-Pleite symbolisieren die Tiefe der Krise. Während Brighton mit Fabian Hürzeler eine Erfolgsgeschichte schreibt, steht Chelsea vor der schwierigsten Phase der jüngeren Vereinsgeschichte – mit ungewissem Ausgang.

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