Cottbus greift nach der 2. Liga: Wollitz setzt auf seine Schlüsselspieler
Die Aufstiegsambitionen von Energie Cottbus sind in dieser Saison greifbarer denn je. Nachdem die Lausitzer in der Vorsaison den Sprung in die 2. Bundesliga noch knapp verpassten, befinden sie sich aktuell auf direktem Kurs. Am 32. Spieltag belegen sie mit stolzen 60 Punkten den dritten Tabellenplatz, der zur Relegation berechtigt, und haben damit beste Chancen auf den lang ersehnten Aufstieg.
Wollitz' Erfolgsrezept: Die richtigen Spieler im passenden Umfeld
Trainer Claus-Dieter Wollitz, der den Verein bereits zurück in die 3. Liga führte und nun den nächsten Schritt anvisiert, hat ein klares Prinzip etabliert. Sein Erfolgsrezept basiert auf Profis, die in einem optimalen Umfeld ihr volles Potenzial entfalten können. „Für mich sind das Wohlfühlspieler“, erklärt der 60-Jährige, der damit den entscheidenden Unterschied im aktuellen Aufstiegsrennen ausmacht.
Die Schlüsselspieler im Fokus
Einer dieser Schlüsselspieler ist Jannis Boziaris. Der 23-jährige Stürmer wechselte im Juli 2025 zu Energie Cottbus und hat bislang drei Tore sowie zwei Vorlagen beigesteuert. Besonders im Saisonendspurt zeigt er seine beste Form. „Ich glaube, dass wir jetzt die richtige Phase und den spielerischen Ansatz für ihn haben“, so Wollitz, der bereits vor Wochen Boziaris' Bedeutung für den Verein betonte. Nach einer Verletzung beim 3:0-Sieg gegen 1860 München wird der Angreifer für das entscheidende Aufstiegsduell gegen den VfL Osnabrück am Sonntag voraussichtlich wieder fit sein.
Auch defensiv setzt Wollitz auf seine Prinzipien. Das Innenverteidiger-Duo um King Manu (22) und Nyamekye Awortwie-Grant (25) bildet eine stabile und präsente Abwehrreihe. „Im Moment sind es auch die beiden Innenverteidiger. Die sind einfach bockstark“, lobt der Trainer. Awortwie-Grant steht dabei exemplarisch für den Cottbus-Weg: Ohne Nachwuchsleistungszentrum und lange in unterklassigen Ligen unterwegs, hat er seit 2025 bei Energie seine sportliche Heimat gefunden.
Der entscheidende Härtetest in Osnabrück
Das Aufeinandertreffen mit dem VfL Osnabrück am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, live auf Magenta TV) wird zum Härtetest für die Aufstiegsambitionen der Lausitzer. Ein Sieg könnte den Rückstand auf den aktuellen Tabellenführer auf nur einen Punkt verkürzen und die Position im Relegationsplatz weiter festigen. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz steht damit vor einer historischen Chance, den lang ersehnten Aufstieg in die 2. Bundesliga zu realisieren.



