Deutsche Darts-Profis zeigen starke Leistungen bei Players Championship
Beim siebten Players Championship Turnier des Jahres in Leicester konnten zwei deutsche Darts-Profis überzeugen und wichtige Punkte sammeln. Max Hopp und Arno Merk schafften jeweils den Einzug in die dritte Runde, während gleich zehn weitere deutsche Starter bereits in der ersten Runde ausschieden. Parallel dazu erreichte der englische Altmeister James Wade einen historischen Meilenstein in seiner Karriere.
Hopp und Merk kämpfen sich bis in die dritte Runde vor
Der SPORT1-Experte Max Hopp zeigte eine solide Leistung und gewann seine ersten beiden Matches gegen Andrew Gilding mit 6:3 und gegen Kim Huybrechts mit 6:4. In der dritten Runde musste sich der Deutsche jedoch knapp dem talentierten Engländer Charlie Manby mit 5:6 geschlagen geben. Interessanterweise spielte Hopp mit einem Average von 99,09 Punkten sogar besser als sein Kontrahent (96,13), verlor aber den entscheidenden Decider, in dem Manby einen beeindruckenden 12-Darter spielte.
Durch diese beiden Siege klettert Hopp in der Players Championship Order of Merit weiter nach oben und liegt aktuell als bester Deutscher mit 12.750 Pfund Preisgeld auf Platz 19. Die besten 64 Spieler qualifizieren sich für das prestigeträchtige Finalturnier.
Auch Arno Merk konnte zwei Matches für sich entscheiden. Der Deutsche besiegte Ryan Joyce mit 6:5 und Cor Dekker mit 6:2, bevor er in der dritten Runde dem Niederländer Alexander Merkx mit 3:6 unterlag. Merk sammelte 5.250 Pfund Preisgeld und verbesserte sich auf Platz 77 der Rangliste.
Enttäuschung für viele deutsche Starter
Während Hopp und Merk überzeugen konnten, erwischten zahlreiche andere deutsche Darts-Profis keinen guten Tag. Die deutsche Nummer eins Martin Schindler verlor bereits in der ersten Runde gegen den Iren Niall Culleton. „The Wall“ verpasste dabei die ersten 20 Darts auf die Doppel und konnte trotz eines besseren Averages (80,94 vs. 77,47 Punkte) nicht gewinnen.
Weitere deutsche Spieler, die in der ersten Runde ausschieden, waren:
- Dominik Grüllich (5:6 gegen Dirk van Duijvenbode)
- Pascal Rupprecht (5:6 gegen Ross Smith)
- Kai Gotthardt (2:6 gegen Daryl Gurney)
- Marvin Kraft (4:6 gegen Cameron Menzies)
- Gabriel Clemens (2:6 gegen Jurjen van der Velde)
- Yorick Hofkens (3:6 gegen Danny Noppert)
- Ricardo Pietreczko (5:6 gegen Tyler Thorpe)
- Lukas Wenig (1:6 gegen James Wade)
- Leon Weber (5:6 gegen Darius Labanauskas)
Lediglich Niko Springer und Matthias Ehlers schafften den Sprung in die zweite Runde. Springer verlor dort gegen Jimmy van Schie mit 2:6, während Ehlers sich dem Superstar Michael van Gerwen mit 3:6 geschlagen geben musste.
James Wade schreibt Darts-Geschichte
Der 42-jährige Engländer James Wade erreichte beim Turnier in Leicester einen ganz besonderen Meilenstein. Nach seinem 6:1-Sieg gegen Lukas Wenig stieg Wade zum ersten Spieler in der Geschichte der Professional Darts Corporation (PDC) auf, der mehr als 1000 Siege bei Players Championship Turnieren feiern konnte. Dieser historische Erfolg unterstreicht die außergewöhnliche Langlebigkeit und Konstanz des erfahrenen Darts-Profis.
Ausblick auf das nächste Turnier
Am Dienstag findet bereits das achte Players Championship Turnier statt, erneut in der Mattioli Arena in Leicester. Aus deutscher Sicht wird Maximilian Czerwinski eine Pause einlegen – „Die Gurke“ sagte für beide Floor-Turniere ab. Die deutschen Darts-Fans können gespannt sein, ob Hopp und Merk ihre gute Form bestätigen können und ob weitere deutsche Spieler die enttäuschenden Ergebnisse vom Montag wettmachen werden.



