Tottenham-Coach De Zerbi entschuldigt sich nach kontroversen Äußerungen zu Mason Greenwood
De Zerbi rudert nach Greenwood-Aussagen zurück

Neuer Tottenham-Coach gerät nach kontroversen Aussagen unter Druck

Roberto De Zerbi, der neue Trainer von Tottenham Hotspur, sieht sich bereits bei seiner Ankunft in London mit massiver Kritik konfrontiert. Der Grund sind seine früheren Äußerungen zum englischen Skandal-Profi Mason Greenwood, die von Fanvereinigungen als verharmlosend empfunden wurden. Der Italiener hat sich nun öffentlich entschuldigt und versucht, die aufgebrachten Anhänger zu besänftigen.

De Zerbis umstrittene Aussagen zu Greenwood

Während seiner Zeit bei Olympique Marseille hatte De Zerbi Greenwood, der 2022 wegen Vergewaltigungsverdachts festgenommen, aber 2023 freigesprochen worden war, in Schutz genommen. "Es macht mich traurig, was in seinem Leben passiert ist, denn ich kenne einen ganz anderen Menschen als den, der in England beschrieben wurde", sagte De Zerbi im November 2025 über den Stürmer. Er bezeichnete Greenwood als "guten Kerl", der "einen hohen Preis für das bezahlt hat, was passiert ist".

Scharfe Kritik von Tottenham-Fanvereinigungen

Die Fanvereinigung "Tottenham Hotspur Supporters' Trust" (THST) reagierte mit deutlichen Worten auf De Zerbis Aussagen: "De Zerbis Äußerungen über Mason Greenwood waren unnötig, unüberlegt und für eine große Zahl von Fans zutiefst beleidigend; zweifellos werden sie Opfer männlicher Gewalt in Angst versetzt haben." In einem Statement hieß es weiter: "Jede auch nur angedeutete Sympathie gegenüber mutmaßlichen Tätern, die Frauen körperlicher oder sexueller Gewalt aussetzen, untergräbt das Vertrauen in die Führung dieses Vereins grundlegend."

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Die Fanclubs "Women of the Lane", "Proud Lilywhites" und "Spurs Reach" gingen sogar noch weiter und starteten eine Kampagne unter dem Motto "No to Roberto De Zerbi", nachdem bekannt wurde, dass Tottenham den Italiener verpflichten wollte.

De Zerbis öffentliche Entschuldigung

In seinem ersten Interview als neuer Tottenham-Coach ruderte De Zerbi nun zurück: "Ich wollte das Thema Gewalt gegen Frauen – oder Gewalt gegen Menschen im Allgemeinen – niemals herunterspielen", betonte der Trainer. "Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Thema jemanden verletzt oder seine Gefühle gekränkt habe – ich habe eine Tochter und gehe mit solchen Dingen sehr sensibel um, das war schon immer so."

De Zerbi hofft, dass die Fans ihn mit der Zeit besser kennenlernen und verstehen werden: "Ich hoffe, dass die Leute mich mit der Zeit besser kennenlernen und verstehen werden, dass ich in jenem Moment nicht die Absicht hatte, Stellung zu beziehen."

Schwieriger Start bei den Spurs

Anfang der Woche war De Zerbi von Olympique Marseille zu den kriselnden Spurs gewechselt, um den Europa-League-Sieger vor dem Abstieg aus der Premier League zu bewahren. Doch noch bevor er sein erstes Spiel an der Seitenlinie absolviert hat, muss sich der Italiener bereits mit kontroversen Themen auseinandersetzen, die seine Amtszeit überschatten könnten.

Die Situation zeigt, wie sensibel das Thema Gewalt gegen Frauen im Profifußball behandelt werden muss und wie schnell unbedachte Aussagen eines Trainers zu massiven Vertrauensproblemen bei den Fans führen können. De Zerbi steht nun vor der Herausforderung, nicht nur sportlich zu überzeugen, sondern auch das verlorene Vertrauen der Tottenham-Anhänger zurückzugewinnen.

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