DFB-Juwel mit doppelter Staatsbürgerschaft: Mohyas Zukunft ungewiss
Der Trainingsplatz von Borussia Mönchengladbach wirkt derzeit ungewöhnlich leer. Neben etablierten Profis wie Haris Tabakovic (31), Nico Elvedi (29) und Joe Scally (23) fehlt auch das große Nachwuchstalent Wael Mohya (17). Insgesamt zwölf Spieler des Bundesligisten sind zu ihren jeweiligen Nationalmannschaften abgereist, um Länderspiele zu absolvieren.
„Mal schauen, wie es weitergeht“ – Mohya lässt alle Optionen offen
Super-Juwel Mohya tritt aktuell noch mit der deutschen U18-Nationalmannschaft an. In der ersten Qualifikationsrunde für die U19-Europameisterschaft bestreitet er Partien gegen Bosnien-Herzegowina, Israel und Österreich. Doch ein Verbandswechsel in der Zukunft ist keineswegs ausgeschlossen. Durch seine familiären Wurzeln besitzt Mohya neben dem deutschen auch den marokkanischen Pass.
In einem exklusiven Interview mit dem „Kicker“ verriet das Gladbach-Talent nun, dass Marokko großes Interesse an einer Verpflichtung für das A-Nationalteam hat. Auf die Frage nach einem möglichen Wechsel antwortete Mohya ausweichend: „Ja, es gab schon Kontakt. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich habe noch keine Entscheidung getroffen und lasse mir Zeit damit. Mal schauen, wie es weitergeht.“
Hoher Marktwert, aber harte Konkurrenz
Obwohl erst 17 Jahre alt, gilt Mohya bereits als gefragter Profi in der Bundesliga. Sein Marktwert wurde erst vor kurzem beim Portal „transfermarkt.de“ von 2,5 Millionen Euro auf beeindruckende 10 Millionen Euro angehoben. Dennoch wäre ein Platz im marokkanischen A-Team alles andere als garantiert.
Marokko verfügt über eine außergewöhnlich starke Generation von Fußballern. Laut transfermarkt.de haben allein 40 marokkanische Profis einen höheren Marktwert als Mohya. Angeführt wird diese Liste von Top-Stars wie Achraf Hakimi (80 Millionen Euro), Hakim Ziyech (50 Millionen), Brahim Díaz (45 Millionen), Youssef En-Nesry (40 Millionen) und Nayef Aguerd (38 Millionen).
Die Entscheidung des jungen Gladbachers wird daher nicht nur von persönlichen Präferenzen, sondern auch von sportlichen Perspektiven beeinflusst werden. Während die deutsche Nationalmannschaft traditionell stark ist, bietet Marokko mit seiner goldenen Generation eine besondere Anziehungskraft.



