Schwere DFB-Strafe trifft den 1. FC Köln zur Unzeit
Der ohnehin schon angeschlagene 1. FC Köln hat einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den englischen Abräumer Jahmai Simpson-Pusey für zwei Spiele gesperrt. Diese Entscheidung trifft die Kölner Mannschaft und Trainer Lukas Kwasniok besonders hart, da sie in den kommenden beiden Partien auf den 20-jährigen Leihspieler von Manchester City verzichten müssen.
Platzverweis mit Folgen
Die Sperre resultiert aus einem roten Platzverweis im Spiel gegen Borussia Dortmund am 25. Spieltag. Ursprünglich hatte Schiedsrichter Daniel Siebert nur eine gelbe Karte gezeigt, doch nach Intervention des Video-Assistenten Benjamin Cortus wurde die Entscheidung überprüft und in Rot korrigiert. Der DFB wertete das Foul an Dortmunds Stürmer Maximilian Beier als gesundheitsgefährdend, da Simpson-Pusey seinen Gegenspieler von hinten an der Achillessehne traf.
Selbst FC-Sportdirektor Thomas Kessler räumte nach dem Spiel ein: „Wenn man sich die Bilder anschaut, gibt es keine zwei Meinungen.“ Die Strafe ist für Köln doppelt bitter, da sich Simpson-Pusey gerade erst von einer Muskelverletzung erholt hatte und zurück in die Startelf gefunden hatte.
Fehlende Alternative zum ungünstigsten Zeitpunkt
Die Sperre kommt zum denkbar ungünstigsten Moment für den 1. FC Köln. Der Verein muss in den nächsten beiden Spielen ohne seinen defensiven Stabilitätsanker antreten:
- Am Samstag beim Auswärtsspiel gegen den Mitaufsteiger Hamburger SV
- Eine Woche später beim rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach
Diese Spiele sind für die Kölner von existenzieller Bedeutung. Nach nur zwei Siegen aus den letzten sechzehn Partien steht auch die Position von Trainer Kwasniok auf dem Spiel. Die Mannschaft befindet sich in einer sportlichen Krise, und der Ausfall eines Schlüsselspielers verschärft die Situation zusätzlich.
Trainer Kwasniok muss improvisieren
Trainer Lukas Kwasniok steht vor der schwierigen Aufgabe, seine Defensive ohne Simpson-Pusey neu zu organisieren. Als mögliche Alternativen kommen in Betracht:
- Sebastian Sebulonsen, der sich zuletzt von einer Muskelverletzung erholt hat
- Mittelfeldspieler Eric Martel, der defensiv verstärken könnte
Der FC Köln hat am Dienstag mit der Vorbereitung auf das HSV-Spiel begonnen und muss in den verbleibenden Trainingseinheiten eine Lösung für das Defensivproblem finden. Die kommenden beiden Partien werden zeigen, wie die Mannschaft mit dieser zusätzlichen Belastung umgehen kann und ob sie die sportliche Talfahrt stoppen kann.



