DFB stockt Nachwuchsfördertopf auf: TSV 1860 würde Geld für Aufstieg tauschen
DFB stockt Fördertopf auf - 1860 würde Geld für Aufstieg tauschen

DFB stockt Nachwuchsfördertopf massiv auf – TSV 1860 würde Fördergeld für Aufstieg eintauschen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine deutliche Aufstockung des Nachwuchsfördertopfs bekannt gegeben. Die Fördersumme steigt von bisher drei Millionen Euro auf künftig fünf Millionen Euro an. Diese finanzielle Unterstützung soll ab der Saison 2026/27 zur Verfügung stehen und die Talentförderung in deutschen Profiklubs weiter vorantreiben.

Traditionelle Nachwuchsarbeit beim TSV 1860

Beim TSV 1860 München setzt man seit jeher stark auf die Ausbildung eigener Talente. Die Münchner Löwen waren in den vergangenen Jahren regelmäßig unter den größten Profiteuren des DFB-Fördertopfs. In der Saison 2022/23 erhielt der Verein sogar 647.000 Euro, in der Spielzeit 2021/22 waren es 448.000 Euro und in der vergangenen Saison rund 255.000 Euro.

Doch trotz dieser finanziellen Unterstützung würde der Verein das Geld in der aktuellen Situation gerne gegen einen sportlichen Erfolg eintauschen. Nach fünf Siegen in Serie befindet sich der TSV 1860 wieder im Aufstiegsrennen der 3. Liga. Der Traum der Löwen ist klar: die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

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Neue Ausschüttungskriterien ab 2026/27

Mit der finanziellen Aufstockung geht auch eine Weiterentwicklung der Verteilungskriterien einher. Künftig richtet sich die Vergabe der Fördergelder nach vier Parametern:

  • Qualität des Leistungszentrums
  • Klubausbildung
  • Anzahl deutscher U-Nationalspieler
  • Einsatzminuten von Talenten

Besonders die Spielzeit von Nachwuchsspielern in der 3. Liga wird nun stärker gewichtet und belohnt. Der Nachwuchsfördertopf wurde 2018 in der 3. Liga eingeführt und soll Klubs bei der Unterhaltung von Leistungszentren sowie bei der Ausbildung und Einsatzförderung deutscher Spieler im U21-Alter unterstützen.

Jugendintegration als Herzensangelegenheit

Beim TSV 1860 ist die Integration eigener Talente in die Profimannschaft eine zentrale Philosophie. Geschäftsführer und NLZ-Leiter Manfred Paula sowie Präsident Gernot Mang betonen regelmäßig die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. „Die Förderung unserer eigenen Talente hat für uns höchste Priorität“, so Mang in früheren Statements.

Diese Haltung zeigte sich auch bei personellen Entscheidungen. Die Trennung von Ex-Trainer Patrick Glöckner und dem damaligen Geschäftsführer Christian Werner wurde unter anderem mit der Unzufriedenheit über zu wenig Einsatz eigener Talente begründet.

Aktuelle Talente bei den Löwen

Unter Trainer Markus Kauczinski hat sich der Fokus auf den eigenen Nachwuchs verstärkt. Innenverteidiger Sean Dulic hatte sich bei den Profis bereits etabliert und stand in der Hinrunde in jedem Ligaspiel über die volle Distanz auf dem Platz, bis ihn eine Muskelverletzung stoppte.

Auch Junglöwe Clemens Lippmann kommt regelmäßig zum Einsatz. Mit Lasse Faßmann feierte zuletzt bei Viktoria Köln ein weiteres Talent aus dem eigenen Nachwuchs sein Startelf-Debüt. Diese kontinuierliche Integration junger Spieler zeigt die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins.

Finanzielle Aspekte des Aufstiegs

Die Motivation für den Aufstieg in die 2. Bundesliga ist nicht nur sportlicher Natur. Die finanziellen Unterschiede zwischen den Ligen sind erheblich. Während der TSV 1860 in der 3. Liga derzeit TV-Einnahmen von rund 1,5 Millionen Euro erhält, würden diese in der 2. Bundesliga auf etwa 7,5 Millionen Euro steigen.

Diese deutliche Steigerung der Einnahmen übertrifft bei weitem die möglichen Fördergelder aus dem DFB-Topf. Daher würde der Verein das Fördergeld freiwillig gegen einen Aufstieg eintauschen, um langfristig finanziell besser aufgestellt zu sein.

Falls sich der Traum von der Rückkehr ins Unterhaus doch nicht erfüllen sollte, würde in der zweiten Jahreshälfte 2027 immerhin ein warmer Geldregen aus dem aufgestockten Fördertopf auf die Sechzger warten. Bis dahin bleibt der Fokus jedoch klar auf dem sportlichen Erfolg und dem angestrebten Aufstieg in die 2. Bundesliga.

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