Späte Erlösung in Leipzig: Diomande schießt RB Richtung Champions League
RB Leipzig hat im intensiven Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. In einem hart umkämpften Heimspiel setzten sich die Sachsen mit 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach durch und vergrößerten damit ihren Vorsprung auf den fünften Tabellenplatz auf vier Punkte. Der erlösende Treffer fiel erst in der 81. Minute durch Yan Diomande, nachdem die Leipziger zuvor zahlreiche Chancen vergeben hatten.
Gladbacher Abstiegssorgen wachsen weiter
Für Borussia Mönchengladbach bedeutet diese Niederlage eine weitere Verschärfung der Situation im Abstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski wartet nun bereits seit drei Spielen auf einen Sieg und konnte in Leipzig historisch noch nie gewinnen. Die Luft im unteren Tabellendrittel wird für die Borussia damit zunehmend dünner.
Schon vor Spielbeginn zeichnete sich eine angespannte Atmosphäre ab. Gladbacher Fans positionierten sich deutlich gegen ihren eigenen Kapitän Rocco Reitz, der kürzlich einen Vertrag bis 2031 bei RB Leipzig unterzeichnet hatte. Auf Transparenten war zu lesen: „Wer das hier will, darf niemals unser Kapitän sein“. Reitz hatte seit 2009 alle Jugendmannschaften der Borussia durchlaufen.
Chancenwucher ohne Toreffizienz
Die Leipziger starteten mit hohem Tempo in die Begegnung und zeigten früh ihre Offensivabsichten. Bereits in der 3. Minute setzte sich Diomande nach einem Gladbacher Fehler im Strafraum durch und fand David Raum, dessen Schuss jedoch nur den Pfosten traf. Unter dem anhaltenden Pfeifkonzert der Gladbacher Fans bestimmten die Sachsen die Anfangsphase deutlich.
Kapitän Raum ließ in der 11. Minute Joe Scally elegant stehen und spielte auf Ridle Baku durch, dessen Abschluss von Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas stark pariert wurde. Doch wie aus dem Nichts entwickelte die Borussia dann ihre erste große Chance: Jens Castrop tauchte in der 17. Minute völlig frei vor Leipziger Keeper Maarten Vandevoordt auf, scheiterte jedoch aus wenigen Metern.
Die Partie entwickelte sich zunehmend zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Baku bediente Romulo in der 19. Minute, doch erneut bewies Nicolas seine Qualitäten zwischen den Pfosten. Die mangelnde Effektivität vor dem Tor setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort.
Nicolas hält lange Zeit alles fest
David Raum fasste sich in der 52. Minute ein Herz und zog aus etwa 20 Metern ab, doch Nicolas war erneut zur Stelle. Von insgesamt elf Leipziger Torschüssen in dieser Phase fand keiner den Weg ins Netz. Den Gladbachern fehlte in dieser Spielphase nahezu vollständig der Zugriff, während die Leipziger immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten.
Dann kam die 81. Minute: Yan Diomande vollendete endlich eine der vielen Leipziger Angriffe und sorgte damit für den späten, aber verdienten Siegtreffer. Dieser Erfolg festigt Leipzigs Position im Kampf um die internationalen Plätze deutlich, während bei Borussia Mönchengladbach die Sorgenfalten weiter wachsen.



