Cleverer Transfer-Coup: Dynamo Dresden profitiert von Ex-Spieler Meißner
Der Zweitligist Dynamo Dresden hat in der Winterpause intensiv in neue Spieler investiert, um den Klassenerhalt zu sichern. Nun zeigt sich, dass ein cleverer Transfer-Deal aus der Vergangenheit zusätzliche finanzielle Mittel einbringt – für einen Spieler, der längst nicht mehr im Kader steht.
Die Hintergründe des lukrativen Deals
Es geht um Stürmer Robin Meißner, der im vergangenen Sommer auf Leihbasis zum Drittligisten VfL Osnabrück wechselte. Der 26-Jährige könnte spätestens zum Saisonende zur wertvollen Geldquelle für die SGD werden. Verantwortlich dafür ist vor allem der ehemalige Sportchef Thomas Brendel.
Interessant ist der historische Kontext: Obwohl Meißner in der Aufstiegssaison der Dresdner nicht zur Stammmannschaft gehörte, verlängerte Dynamo seinen ursprünglich bis Juni 2025 laufenden Vertrag bereits im Februar um zwei weitere Jahre. Diese Entscheidung sorgte damals für Unverständnis, selbst aus dem eigenen Aufsichtsrat musste sich Brendel dafür Kritik anhören.
Tatsächlich spielte der ehemalige Hamburger, der bis dahin immerhin fünf Saisontore erzielt hatte, in der Rückrunde kaum noch eine Rolle. Trainer Thomas Stamm setzte ihn praktisch nicht mehr ein. Doch Dresdens ehemaliger Sportchef blieb von Meißners Potenzial überzeugt – und davon, dass die Vertragsverlängerung finanziell noch lukrativ werden würde.
Meißners Aufstieg in Osnabrück
Brendel sollte Recht behalten! In Osnabrück zündete Meißner den Turbo und gehört mit bisher acht Toren und sieben Vorlagen zu den absoluten Leistungsträgern. Er trägt maßgeblich dazu bei, dass der VfL im Aufstiegskampf voll im Rennen ist. Trainer Timo Schultz, unter dem der Stürmer schon bei St. Pauli II überzeugte, setzte von Anfang an auf Meißner, der dieses Vertrauen voll zurückzahlte.
Die cleveren Vertragsklauseln
Was kaum bekannt war: Brendel hatte den Deal geschickt an mehrere Bedingungen geknüpft. So übernahm der VfL das komplette Gehalt von Meißner, der dabei auch zu finanziellen Abstrichen bereit war. Zusätzlich enthält der Leihvertrag eine Kaufoption der Osnabrücker.
- Wird diese Option gezogen, ist eine festgeschriebene Ablöse von knapp 150.000 Euro fällig.
- Noch besser: Sollte der VfL aufsteigen, greift eine Kaufpflicht – dann sogar für knapp 200.000 Euro!
Kaufoption wird gezogen
Dass Meißner über die Saison hinaus an der Bremer Brücke bleibt, steht inzwischen fest. Gegenüber Medien machte Osnabrücks Sportchef Joe Enochs unmissverständlich klar: „Robin hat sich sehr gut eingefügt, ist extrem wertvoll für unsere Offensive, weshalb wir ihn fest verpflichten werden. Einen Stürmer mit dieser Quote findest du nicht so leicht.“
Damit entwickelt sich die Situation zu einer klassischen Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Dynamo Dresden erhält unerwartete Transfer-Einnahmen, VfL Osnabrück sichert sich einen leistungsstarken Stürmer, und Robin Meißner findet eine sportliche Heimat, in der er voll aufblühen kann.



