Der Rückschlag beim direkten Konkurrenten in Düsseldorf wirft bei Dynamo Dresden viele Fragen auf. Statt sich im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga abzusetzen, rutschten die Sachsen nach der 1:3-Niederlage weiter in den Tabellenkeller ab. „Wie fasst man es am besten zusammen?“, fragte sich Verteidiger Thomas Keller. Die Antwort: Fehlerketten in der Abwehr und mangelnde Effizienz vor dem Tor.
Dynamo-Trainer Stamm: „Extrem bitter“
Trainer Thomas Stamm haderte mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wenn du die Möglichkeiten siehst, die du hast, und dann das Ergebnis, dann ist das extrem bitter“, sagte er bei Sky. „Mit der Art und Weise bin ich grundsätzlich zufrieden.“ Stamm fordert nun Klarheit für die entscheidende Phase der Saison. „Wir dürfen jetzt nicht alles hinterfragen“, meinte er. „Wir müssen klar bleiben. Wir müssen das Abschütteln. Das sind enge Spiele. Wir können zu Hause gegen Kaiserslautern, in Braunschweig und gegen Kiel die Spiele wieder ziehen. Wenn wir effizienter sind.“
Fortuna nutzt Chancen eiskalt
Während Dynamo vor allem in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten ausließ, zeigte sich Fortuna Düsseldorf vor dem Tor eiskalt. Cedric Itten (11. Minute), Emmanuel Iyoha (17.) und Luca Raimund (58.) erzielten die Treffer für die Rheinländer, die damit ihre Negativserie von fünf Niederlagen in Folge beendeten. Für Dresden traf Jakob Lemmer erst in der 90. Minute zum Endstand. Stürmer Vincent Vermeij sah Dynamo als „die klar bessere Mannschaft“, doch Fortuna nutzte „quasi halbe Chancen aus“.
Abstiegskampf bleibt spannend
Durch den Sieg kamen sowohl Fortuna Düsseldorf als auch Eintracht Braunschweig (2:0 in Kaiserslautern) bis auf einen Punkt an Dynamo heran. An den letzten drei Spieltagen der regulären Saison warten mit Braunschweig und Holstein Kiel zwei weitere Duelle gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Die Gegentore waren für Dynamo insgesamt zu einfach: Beim Führungstreffer rutschte ein langer Abschlag von Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier durch bis zu Itten, der frei auf das Tor zulief. Dann fälschte Robert Wagner nach einer Ecke den Schuss von Iyoha ab – 2:0. Dynamo hatte zwar Chancen, aber Wagner scheiterte am starken Kastenmeier (34.), auf der Gegenseite parierte Schreiber gegen Itten (41.). Als Raimund nach dem Seitenwechsel auf 3:0 erhöhte, war die Partie entschieden. Daran änderte auch das späte Tor von Lemmer nichts mehr.



