Dynamo Dresden erkämpft sich torloses Unentschieden bei Hannover 96
Dynamo Dresden: Punktgewinn bei Hannover 96

Dynamo Dresden erkämpft sich wertvollen Punkt in Hannover

Ein Sieg beim Aufstiegskandidaten hätte Dynamo Dresden einen großen Sprung in der Tabelle der 2. Bundesliga ermöglicht, doch letztlich mussten sich die Sachsen mit einem torlosen Unentschieden bei Hannover 96 begnügen. Der 0:0-Auswärtserfolg bringt zwar einen Zähler, reicht aber nicht aus, um von den Abstiegsplätzen wegzukommen. Immerhin sorgte der Punktgewinn dafür, dass die Rote Laterne nur für eine Nacht in Dresden leuchtete und der Abstand zu Platz 12 lediglich drei Punkte beträgt.

Stamm: "Dieser Punkt ist Gold wert"

Dynamo-Trainer Thomas Stamm zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Dieser Punkt ist Gold wert", betonte der Coach am "Sky"-Mikrofon. Gegen eine enorm spielstarke Hannoveraner Mannschaft habe man bereits beim 2:2 daheim einen Punkt mitgenommen. "Damals eher glücklich, heute aufgrund der ersten Halbzeit sicher nicht ganz unverdient", analysierte Stamm. Allerdings kritisierte er auch deutliche Schwächen: In der zweiten Halbzeit habe das Team erneut viele Bälle fahrlässig verloren. "Da müssen wir noch sauberer, noch klarer werden", forderte der Trainer.

Starker Beginn der Dresdner Gäste

Dynamo Dresden begann das Spiel mit derselben Startelf wie in der 1:2-Niederlage gegen die SV Elversberg und überraschte die Gastgeber mit einer forschen Anfangsphase. Vor allem über die rechte Seite rollten Angriffe auf das 96-Tor zu, wobei Jason Ceka (4. Minute) und Kofio Amoako (18. Minute) mit ihren Distanzschüssen jedoch keine echte Gefahr darstellten. Nach etwa 20 Minuten begann Hannover, mehr Druck aufzubauen und versuchte durch Sololäufe aus dem Mittelfeld die Dynamo-Abwehr auszuhebeln. Trotz einer guten Chance von Elias Saad (43. Minute), der aus Nahdistanz weit über das Tor schoss, blieb es zur Pause torlos.

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Hannover erhöht den Druck nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Niedersachsen deutlich den Druck. Dynamo fand kaum noch Entlastung, und Hannover kam immer gefährlicher vor das Tor. In der 56. Minute blieb ein möglicher Elfmeterpfiff nach einem Foul an Daisuke Yokuta aus, was bei den Hannoveranern für Unverständnis sorgte. Elias Saad (63. Minute) testete Dynamo-Torhüter Tim Schreiber aus spitzem Winkel, doch dieser parierte sicher.

Schreiber wird zum Matchwinner

Tim Schreiber entwickelte sich zum besten Dynamo-Spieler des Abends. Nach Auswechslungen auf den Außenverteidiger-Positionen durch Konrad Faber und Sascha Risch konnte Hannover weiter Druck aufbauen. Boris Tomiak kam nach einem Doppelpass aus 13 Metern zum Abschluss, doch erneut parierte Schreiber stark. Auch einen Kopfball von Stefan Thordarson in der Nachspielzeit (90.+4) hielt der Torhüter mit einem Reflex von der Linie.

Dynamos eigene Angriffsbemühungen blieben dagegen weitgehend wirkungslos. Besonders auffällig waren die unpräzisen Pässe von Ben Bobzien auf dem linken Flügel, die meist in den Rücken der Angreifer gerieten - ein Problem, das bereits im Spiel gegen Elversberg deutlich wurde.

Insgesamt bleibt Dynamo Dresden damit zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor und holt erneut einen Punkt bei einem Aufstiegskandidaten. Für den angestrebten Klassenerhalt reichen diese Zähler jedoch noch nicht aus.

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