Dynamo-Pleite in Düsseldorf: Sterner nach Tätlichkeit in Klinik
Dynamo-Pleite: Sterner nach Tätlichkeit in Klinik

Die 1:3-Niederlage von Dynamo Dresden bei Fortuna Düsseldorf hat nicht nur sportlich für Frust gesorgt. Rechtsverteidiger Jonas Sterner musste nach einem Schlag ins Gesicht in die Klinik. Trainer Thomas Stamm zeigte sich fassungslos über die nicht geahndete Tätlichkeit von Fortuna-Torschütze Cedric Itten.

Ärgerliche Pleite trotz guter Leistung

Nach dem Abpfiff waren sich alle Dynamo-Anhänger einig: Die Niederlage war extrem ärgerlich, weil völlig unnötig. Stürmer Vincent Vermeij, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, gratulierte der Fortuna zwar fair, kritisierte aber die eigene Chancenverwertung: „Wir waren klar besser, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Düsseldorf dagegen hat halbe Chancen und unsere Fehler genutzt.“

Früher Rückstand durch Abwehrpatzer

Bereits der frühe Führungstreffer der Fortuna offenbarte ein Abwehrproblem: Das Innenverteidiger-Duo Keller/Pauli ließ sich von einem Abschlag von Fortuna-Keeper Kastenmeier überrumpeln, Itten lief allein aufs Tor zu und traf. Vermeij: „Das darf auf keinen Fall passieren. Wir wussten, dass Kastenmeier diese Bälle spielen kann.“ Kastenmeier selbst gab zu: „Das war ein total beschissener Ball, viel zu flach. Normalerweise hat den Dynamo.“ Doch diesmal fehlte das Glück.

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Strittige Szenen und Tätlichkeit

Auch beim zweiten Gegentreffer gab es Diskussionen: Iyoha konnte nach einem Eckball einschießen, weil Dresden-Spielmacher Hauptmann zuvor regelwidrig von Zimmermann zu Boden gerissen wurde. Stamm: „Das war ein klares Foul, das muss der Schiri sehen.“ Schiedsrichter Tom Bauer sah es anders. Noch schlimmer war eine Szene kurz vor Schluss, als Itten Sterner mit der Hand ins Gesicht schlug, aber ungestraft blieb. Stamm: „Das ist eine klare Tätlichkeit. Dass das nicht gecheckt wird, ist Wahnsinn.“ Sterner musste ins Krankenhaus, erhielt aber glücklicherweise leichte Entwarnung und konnte mit der Mannschaft zurückreisen.

Eigene Fehler entscheidend

Trotz der strittigen Szenen musste sich Dynamo an die eigene Nase fassen. Vermeij: „Die Chancen waren da, die Räume waren da, Fortuna hat echt wild gespielt. Aber wir waren im letzten Drittel einfach zu unsauber.“ Er selbst wurde mehrfach in aussichtsreicher Position übersehen. Der Treffer von Jakob Lemmer war nur Ergebniskosmetik. Durch den Sieg von Braunschweig in Kaiserslautern wurde der Abend noch bitterer.

Blick nach vorn

Trainer Stamm mahnte, die Niederlage schnell abzuhaken: „Wir können in den letzten drei Spielen mit der nötigen Effizienz immer punkten, haben es immer noch selber in der Hand. Das hat uns vor ein paar Wochen keiner zugetraut.“ Bereits nächsten Samstag geht es gegen Lautern. Vermeij musste nach dem Spiel noch zur Dopingkontrolle und scherzte: „Ich habe irgendwie das Gefühl, dass sie da noch was extra machen, um zu nerven.“

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