Dynamo Dresdens Torhüter Tim Schreiber packt richtig zu
Hochkonzentriert zeigte Dynamo Dresdens Torwart Tim Schreiber in Hannover eine beeindruckende Saisonleistung. Der 23-Jährige hielt mit herausragenden Reflexen den Punkt gegen Aufstiegskandidat Hannover 96 fest und blieb so zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor.
„Das war heute gut“: Schreibers bescheidene Einschätzung
Nach dem Spiel stapelte der gebürtige Freitaler tief und kommentierte seine eigene Leistung mit den Worten: „Ich denke, das war heute gut.“ Auffällig ist jedoch, dass Schreiber seit der Rückrunde deutlich sicherer und gefestigter wirkt – fast wie ausgewechselt. Sowohl mit Ball am Fuß als auch in der Strafraumbeherrschung zeigt er enorme Fortschritte, auf der Linie sowieso.
Konkurrenzkampf als zusätzlicher Antrieb
Möglich, dass ihm die Winterverpflichtung von Elias Bethke (22) von Energie Cottbus einen zusätzlichen Kick gegeben hat. Der neu entfachte Konkurrenzkampf scheint Schreiber zu motivieren, es sich und seinen Kritikern zu zeigen – nach dem Motto „jetzt erst recht“. Dies gilt besonders unter dem Aspekt, dass ihm nicht uneingeschränkt der Rücken gestärkt wurde.
Schreiber erklärt seine Entwicklung
Der junge Torhüter selbst beschreibt seine ansteigende Leistungskurve als natürlichen Prozess: „So eine Saison ist ein Prozess. Ich bin ein junger Torhüter. Viele unterschätzen das auch, dass ich erst 23 bin. Ich weiß, dass ich mich entwickeln kann, bleibe bei meinem Weg und einfach klar. Und wenn man das eben auch sieht, dann freut mich das.“
Mentale Stärke als Schlüsselfaktor
Dabei hilft ihm – und das ist enorm wichtig für einen Torwart – seine ausgeprägte mentale Stärke. Dass in der Heinz von Heiden Arena die deutliche Mehrheit der 40.000 Zuschauer gegen ihn war, schien ihn eher zu beflügeln. „Ich bin einer, der das komplett ausblenden kann. Das beste Gefühl für einen Stürmer ist, ein Tor zu schießen. Und für einen Torwart, eins zu verhindern. Das macht dann Spaß.“
Defensive Stabilität als Fundament
Klar ist auch, dass Schreiber von der in der Winterpause personell verstärkten Abwehr profitiert. Seine Vorderleute geben ihm mehr Sicherheit – und umgekehrt. „Die defensive Stabilität ist erstmal das Wichtigste. Da standen wir diesmal wieder sehr gut. Ich denke, darauf können wir aufbauen“, erklärte er nach dem Spiel in Hannover.
Perspektiven für Dynamo Dresden
Damit liegt Schreiber definitiv richtig. Denn wenn der Torhüter die Null hält, reicht Dynamo Dresden vorne auch mal ein Tor für drei Punkte. Im Idealfall könnte dies schon am kommenden Freitag gegen Darmstadt gelingen. Die Entwicklung des jungen Torwarts gibt Anlass zur Hoffnung, dass die defensive Stabilität der Mannschaft weiter zunehmen wird.



