Eberl bleibt gelassen: Neuers Verletzung ändert nichts an Zukunftsplanung
Sportvorstand Max Eberl vom FC Bayern München zeigt sich unbeeindruckt von der erneuten Verletzung von Kapitän Manuel Neuer. Die vereinbarte Zukunftsplanung mit dem ehemaligen Fußball-Nationaltorhüter bleibe unverändert, betonte Eberl vor dem Abflug des deutschen Rekordmeisters zum Champions-League-Spiel bei Atalanta Bergamo.
Neuer fällt erneut aus - Verletzungsanfälligkeit nimmt zu
Manuel Neuer hatte sich im ersten Spiel nach einem Muskelfaserriss am vergangenen Freitag gegen Borussia Mönchengladbach erneut an der linken Wade verletzt. Der 39-jährige Torwart wird nach Angaben von Eberl "nicht ewig lange" ausfallen. "Ich möchte keine Zeit sagen, um keinen Druck aufzubauen. Er soll es in Ruhe auskurieren", erklärte der Sportvorstand. Mit zunehmendem Alter steigt die Verletzungsanfälligkeit des Weltmeisters von 2014.
Vertragsgespräche werden vertagt
Der Vertrag von Manuel Neuer läuft im Sommer aus, und seine Zukunft beim FC Bayern ist noch ungewiss. Eberl äußerte sich dazu zurückhaltend: "Wir wissen, in welchem Alter Manu ist. Wir haben immer gesagt, jetzt soll er erst mal 40 Jahre werden Ende März. Und dann werden wir uns in Ruhe hinsetzen und sprechen." Der Sportvorstand betonte, dass Neuer bisher eine herausragende Saison gespielt habe und weiterhin ein Toptorwart sei. Die aktuelle Verletzung ändere jedoch nichts an den Plänen des Vereins.
Jonas Urbig übernimmt das Tor
Im Achtelfinal-Hinspiel gegen Bergamo wird der 22-jährige Jonas Urbig erneut im Tor des FC Bayern stehen. Eberl zeigte sich von der Entwicklung des jungen Torwarts beeindruckt: "Jonas hat für mich eine Super-Entwicklung genommen", sagte er und fügte hinzu, dass er sich "null komma null Sorge" mache, wenn Urbig gegen Bergamo im Tor stehe.
WM-Chancen für Urbig?
Die Frage, ob sich Jonas Urbig mit weiteren Einsätzen für eine WM-Nominierung empfehlen könnte, beantwortete Eberl zunächst diplomatisch: "Jonas soll jetzt morgen seine Rolle spielen. Was soll ich sagen? Ich bin nicht Sportdirektor der Nationalmannschaft, sondern Sportvorstand des FC Bayern." Doch dann ließ er durchblicken: "Wenn er gute Leistung bringt, ist, glaube ich, jeder Spieler ein Kandidat."
Die Entscheidung über die Zukunft von Manuel Neuer wird laut Eberl am Ende gemeinsam mit dem Torwart getroffen. Bis dahin bleibt Jonas Urbig die Nummer eins im Tor des Bundesliga-Tabellenführers und hat die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.



