Effenberg mit klarer Position: Neuer soll WM auslassen und bei Bayern bleiben
Die Diskussionen um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer in das DFB-Tor reißen nicht ab. Im SPORT1-Doppelpass hat sich Experte Stefan Effenberg nun deutlich positioniert und spricht sich gegen eine Nominierung des 40-jährigen Bayern-Keepers für die anstehende Weltmeisterschaft im Sommer aus.
Effenbergs Alternativvorschlag: Ein weiteres Jahr beim Rekordmeister
Statt einer WM-Teilnahme hat der ehemalige Bayern-Kapitän einen anderen Wunsch für den erfahrenen Torwart: „Ich wünsche es mir, dass er noch ein Jahr bei Bayern dranhängt. Nicht nur für den Verein und die Bundesliga, sondern auch für Jonas Urbig, der in der nächsten Saison noch mehr von ihm lernen wird“, erklärte Effenberg und lenkte damit die Debatte weg von einem möglichen DFB-Comeback.
Der Experte betonte, dass Neuer nach den anstrengenden letzten Monaten und Jahren dringend Erholung benötige: „Er braucht die Priorität der Pause und er wird eine Sommerpause brauchen“. Die Belastung einer Weltmeisterschaft wäre für den 40-Jährigen nach Effenbergs Einschätzung eine extreme Mehrbelastung, die vermieden werden sollte.
Verletzungsprobleme und Nachfolgeplanung bei Bayern
In der aktuellen Saison warf Neuer immer wieder kleinere Verletzungen zurück, darunter mehrere Muskelfaserrisse, die ihn bereits in sieben Spielen fehlen ließen. Während dieser Ausfälle rückte Jonas Urbig ins Bayern-Tor, der beim Rekordmeister mittelfristig als klarer Nachfolger des 40-Jährigen eingeplant ist.
Auch Fredi Bobic, Head of Football bei Legia Warschau und Gast im Doppelpass, äußerte sich skeptisch zu einer WM-Teilnahme Neuers: „Ich glaube nicht, dass er bei der WM spielt. Ich würde mir es wünschen, dass er noch ein Jahr in der Bundesliga spielt. Er hat das Torwartspiel verändert“.
Neuer hatte nach Heim-EM 2024 Rücktritt erklärt
Manuel Neuer war nach der Heim-Europameisterschaft 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und blieb bisher bei seiner Entscheidung. Trotz wiederholter Versicherungen des Torwarts, dass eine Rückkehr für ihn kein Thema sei, hatten vor allem nach Neuers Weltklasse-Auftritt im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid erneut Experten gefordert, Neuer anstelle von Oliver Baumann als Nummer 1 für die WM zu nominieren.
Unabhängig von der WM-Debatte betonten die Doppelpass-Experten einmütig die außergewöhnliche Klasse des Bayern-Keepers. Bobic lobte: „Er war schon immer der Beste. Er ist über 40 und bringt noch überragende Leistungen“.
Die Diskussion zeigt, dass trotz Neuers klarer Positionierung zur Nationalmannschaft die Fachwelt weiter über seinen möglichen Einsatz bei der Weltmeisterschaft spekuliert. Effenbergs klare Worte unterstreichen jedoch, dass aus seiner Sicht das Wohl des Spielers und die langfristige Planung des FC Bayern im Vordergrund stehen sollten.



