Kein Versehen: Eintracht druckt Viertliga-Spieler im Stadion-Heft gegen RB Leipzig
Eintracht druckt Viertliga-Spieler gegen RB Leipzig

Kein Versehen: Eintracht druckt Viertliga-Spieler im Stadion-Heft

Das Stadion-Programm des Eintracht-Museums zum Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig am 19. April 2026 enthielt eine deutliche Botschaft. Während RB Leipzig mit einem historischen 3:1-Auswärtssieg im Deutschen Bank Park seinen ersten Erfolg im elften Anlauf feierte, zeigte das Museum seine anhaltende Ablehnung gegenüber dem sächsischen Verein.

Bewusste Provokation statt Versehen

Die Historiker des Eintracht-Museums bringen in dieser Saison zu jeder Partie eine achtseitige Museums-Stadionzeitung heraus, angelehnt an die Programme der 1950er Jahre. Bei der Vorbereitung für das Spiel gegen RB Leipzig wurde nicht nur das "RB" vor Leipzig weggelassen, sondern bewusst ein sieben Jahre altes Foto vom Benefizspiel gegen Viertligist Chemie Leipzig abgedruckt.

Was für Außenstehende wie ein Versehen wirken könnte, ist eine klare politische Aussage. Seit 2004 pflegen die Ultras der Eintracht Frankfurt eine tiefe Freundschaft mit den Fans des zweimaligen DDR-Meisters Chemie Leipzig. Diese Verbindung wird regelmäßig durch gegenseitige Besuche und Solidaritätsbekundungen gepflegt.

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Historische Verbindungen und pikante Details

Das ausgewählte Titelfoto zeigt einen Zweikampf zwischen dem ehemaligen Frankfurter Djibril Sow und dem früheren Chemie-Publikumsliebling Daniel Heinze. Die Wahl ist besonders pikant, da Heinze zwischen 2011 und 2015 insgesamt 110 Pflichtspiele für die damalige zweite Mannschaft von RB Leipzig absolvierte.

Diese Entscheidung unterstreicht die enge Verbindung zwischen den Traditionsklubs Eintracht Frankfurt und Chemie Leipzig, während gleichzeitig die Ablehnung gegenüber RB Leipzig deutlich wird. Obwohl RB Leipzig mittlerweile seit fast einem Jahrzehnt in der Bundesliga spielt, wird das Gesamtkonstrukt von vielen Frankfurter Fans weiterhin nicht akzeptiert.

Fanfreundschaft mit politischer Dimension

Die Beziehung zwischen Eintracht Frankfurt und Chemie Leipzig geht über reine Fußballfreundschaft hinaus:

  • Drei offizielle Benefizspiele zwischen den Vereinen
  • Regelmäßige gegenseitige Besuche der Fangruppen
  • Zuletzt zeigten Eintracht-Ultras beim Heimspiel gegen Köln ein Banner mit Solidaritätsbekundungen für Chemie Leipzig im Regionalliga-Abstiegskampf
  • Die Museumsaktion ist Teil dieser langjährigen Verbindung

Während beim Spiel selbst größere Proteste ausblieben, nutzte das Eintracht-Museum mit seiner Stadionzeitung eine subtilere Form der Kritik. Die Historiker ließen damit keinen Zweifel daran, wo ihre Sympathien liegen - und wo nicht.

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