Eintracht Frankfurt siegt zitternd in Wolfsburg: Das Rätsel der zwei Gesichter
Eintracht Frankfurt: Rätsel der zwei Gesichter nach Wolfsburg-Sieg

Zitter-Sieg in Wolfsburg: Eintracht Frankfurt bleibt sich selbst ein Rätsel

Die drei Punkte sind sicher, doch eine Erklärung für die extrem unterschiedlichen Leistungen in beiden Halbzeiten fehlt. Trotz des 2:1-Erfolgs beim VfL Wolfsburg bleibt bei Eintracht Frankfurt eine zentrale Frage im Raum: Warum kippen die Spiele immer wieder so plötzlich und unerwartet?

Burkardt gibt offen zu: "Das nervt mich sehr"

Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt (25) hat darauf keine klare Antwort. Der Angreifer gesteht ehrlich: "Um ehrlich zu sein, nervt mich das auch sehr, weil wir meiner Meinung nach wissen, was da das Problem ist. Wir sind nicht mehr so aktiv, wir schieben nicht mehr so raus, wir spielen auf einmal jeden Abstoß lang und sind nicht präsent auf die zweiten Bälle. Deswegen ist mir auch ein Rätsel, warum wir dann so passiv werden."

Dabei demonstrierte die Eintracht in der ersten Halbzeit eindrucksvoll, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Dominant, aktiv und zielstrebig ließen die Frankfurter den VfL Wolfsburg kaum zu Atem kommen. Burkardt betont: "Wir haben ja gesehen, wie dominant wir in der ersten Halbzeit sein können. Wir sind extrem aktiv, wir haben viele Chancen, wir haben toll nach vorne gespielt, auch zielstrebig."

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Der Bruch nach der Pause

Doch nach dem Seitenwechsel folgte der dramatische Einbruch: Frankfurt wurde deutlich passiver, verlor den Zugriff auf das Spielgeschehen und ließ den Gegner zurück ins Match kommen. Am Ende reichte es dennoch zum Sieg - auch weil Wolfsburg in den entscheidenden Momenten zu ungenau blieb.

"Nach den letzten Wochen, wo wir Führungen hergegeben haben, und auch heute, wo wir nach der Führung nachgelassen und viel zugelassen und es irgendwie über die Ziellinie gezittert haben, ist wirklich eine große Erleichterung da, dass wir drei Punkte geholt haben", erklärt Burkardt die gemischten Gefühle nach dem Spiel.

Krösche sieht Fortschritt und Baustellen

Auch Sportvorstand Markus Krösche (45) nimmt diesen krassen Gegensatz wahr - Fortschritte und offene Baustellen zugleich. "In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Fußballerisch gut, dazu schöne Tore. In der zweiten Halbzeit haben wir es am Ende gut verteidigt, doch es fehlten die spielerischen Momente, die wir in der ersten Halbzeit hatten. Aber wir sind zufrieden."

Der Blick richtet sich bereits nach vorne. Nächster Gegner ist RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr). Krösche formuliert die klare Zielvorgabe für dieses wichtige Spiel: "Dass wir gut Fußball spielen, so wie wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben." Und das am besten über die vollen 90 Minuten - eine Herausforderung, der sich die Eintracht in der laufenden Saison noch stellen muss.

Die Mannschaft aus Frankfurt zeigt zwei Gesichter: Einerseits das Potenzial einer Top-Mannschaft, andererseits die Neigung zu plötzlichen Leistungseinbrüchen. Dieses Muster zu durchbrechen wird zur entscheidenden Aufgabe für die kommenden Wochen der Bundesliga-Saison.

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