Das Ende einer Ära bei Eintracht Frankfurt
Nach 27 Jahren beendet Marianne Boß ihre Rolle als Frau Rauscher bei Eintracht Frankfurt. Die 87-Jährige zieht sich aus gesundheitlichen Gründen zurück und wird nicht mehr bei Heimspielen der Hessen zu sehen sein.
Ein Frankfurter Original geht
Mit ihrem gelben Kopftuch und dem ständigen Bembel als Begleiter war Frau Rauscher mehr als nur eine Figur – sie verkörperte das Frankfurter Lebensgefühl und wurde zur unverwechselbaren Vereinsikone. Marianne Boß spielte nicht nur die Rolle, sie lebte sie und wurde zum festen Bestandteil der Eintracht-Familie.
27 Jahre voller Höhen und Tiefen
Seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 1999 hat Frau Rauscher die gesamte moderne Vereinsgeschichte miterlebt:
- Die Zeit vor dem Adler-Maskottchen Attila
- Die Trainer-Ära von Horst Ehrmantraut auf seinem legendären Plastikstuhl
- Den Umbau des Stadions für die WM 2006
- Den DFB-Pokalsieg 2018
- Den Triumph in der Europa League 2022
Ihr letzter Auftritt als Frau Rauscher fand im Mai 2025 beim 2:2-Unentschieden gegen den FC St. Pauli statt. Seitdem fehlte sie bei den Heimspielen, was bei vielen Fans Besorgnis auslöste.
Tradition bis zum Schluss
Obwohl Marianne Boß nicht mehr persönlich ins Stadion kommt, verfolgt sie die Spiele ihrer Eintracht weiterhin. „Ich kann die Spiele nicht live gucken. Ich schaue sie mir immer im Video-Text an“, verriet sie im Abschlussinterview mit Stadionsprecher Daniel Wolf. Diese traditionelle Art der Spielverfolgung passt perfekt zu einer Persönlichkeit, die stets für Authentizität stand.
Ein Stück Vereinsgeschichte geht
Mit dem Abschied von Marianne Boß verliert Eintracht Frankfurt nicht nur eine Person, sondern ein bedeutendes Stück seiner Identität. Ihre Präsenz bei nahezu jedem Heimspiel über fast drei Jahrzehnte hinweg machte sie zur konstanten Größe in einer sich ständig verändernden Fußballwelt. Die Fans werden das gelbe Kopftuch und die optimistischen Spieletipps vor den Partien schmerzlich vermissen.



