Eintracht Frankfurt nach bitterem Europa-Aus: 'Ein paar Tage trauern'
Der knappe 1:0-Sieg im Rückspiel reichte nicht aus: Eintracht Frankfurt scheiterte im Halbfinale der Frauen-Europa League am schwedischen Vertreter BK Häcken. Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel war die Hypothek zu groß, um das Duell noch zu drehen. Bei den Spielerinnen und dem Trainer überwiegt die Enttäuschung über eine verpasste historische Chance.
Laura Freigang: 'Wir sind die besseren Fußballerinnen'
Nationalspielerin Laura Freigang zeigte sich nach dem Ausscheiden sichtlich frustriert. 'Es fällt gerade schwer', gestand die 27-Jährige. 'Ich glaube fest daran, dass wir die Qualität haben, um in einem solchen Wettbewerb ins Finale zu kommen oder ihn sogar zu gewinnen. Das war unser großes Ziel, und wir sind die besseren Fußballerinnen.' Obwohl das Team das Rückspiel in Schweden dank eines Treffers von Nicole Anyomi in der 31. Minute gewann, konnte die 0:3-Pleite aus dem Hinspiel nicht wettgemacht werden.
Freigang räumte ein, dass der Stolz auf die Leistung momentan in den Hintergrund tritt: 'Es tut weh auszuscheiden, und es fällt schwer, stolz zu sein, wenn man das Gefühl hat, man müsste eigentlich im Finale stehen. Wir hätten es über beide Spiele besser lösen müssen. Der Stolz kommt vielleicht später.'
Trainer Arnautis sieht verpasste Titelchance
Auch Trainer Niko Arnautis haderte mit dem Ergebnis. Der 46-Jährige betonte, dass ein Weiterkommen im Rückspiel durchaus möglich gewesen wäre: 'Wir haben ein Halbfinale erreicht und hatten den Traum, den Pokal zu gewinnen. Ich glaube, es war auch möglich, weil wir die Qualität dazu haben. Von allen Teams in diesem Wettbewerb hatten wir mit die höchste Qualität. Wir waren in beiden Spielen hoch dominant, leider hat das Ergebnis eine andere Sprache gesprochen.'
Arnautis kündigte an, dass die Spielerinnen nun kurz trauern dürfen, bevor der Fokus auf die Bundesliga ruht: 'In der kurzen Pause vor dem Liga-Endspurt darf jede Spielerin ein paar Tage trauern. Aber Sonntag ist Ostern, da soll ja eine Wiederauferstehung passieren. So wie ich uns kenne, wollen wir das auch für die nächsten Bundesligaspiele mitnehmen.'
Neuer Fokus auf Bundesliga und internationale Ambitionen
Der Trainer verwies auf die verbleibenden Aufgaben in der Bundesliga: 'Wir haben noch vier Aufgaben und wollen in die Top drei. Wir wollen wieder international spielen und angreifen.' Laura Freigang stimmte zu, dass einige Tage bei der Familie helfen werden, die Enttäuschung zu überwinden: 'Ein paar Tage bei der Familie werden sicherlich zur Überwindung der Enttäuschung helfen.'
Das Ausscheiden markiert das Ende einer beeindruckenden Europareise für Eintracht Frankfurt, die nun ihre Energie auf die verbleibenden Bundesligaspiele konzentrieren muss, um die internationalen Ambitionen für die nächste Saison aufrechtzuerhalten.



