Eisbären Berlin holen zwölften DEL-Titel nach dramatischem Finale
Eisbären Berlin feiern zwölften DEL-Meistertitel

Die Eisbären Berlin haben sich die zwölfte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga gesichert. Im entscheidenden fünften Finalspiel besiegten sie die Adler Mannheim auswärts mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) und machten damit den zweiten Matchpuck erfolgreich. Vor 13.600 Zuschauern in der Mannheimer Arena zeigten die Berliner eine abgeklärte Leistung und ließen den Gastgebern keine Chance auf die historische Wende.

Emotionale Momente und besondere Widmungen

Besonders emotional war der Triumph für Andreas Eder, der den Sieg seinem im Vorjahr an Krebs verstorbenen Bruder Tobias Eder widmete. „In dem Trikot, das mein Bruder als letztes getragen hat, das kann ich nicht in Worte fassen“, sagte Eder nach dem Spiel. Auch der verletzte Lean Bergmann, der im Rollstuhl saß, erhielt als erster die goldene Meistermedaille. Trainer Serge Aubin wischte sich die Freudentränen aus den Augenwinkeln, während die Mannheimer Fans ein gellendes Pfeifkonzert anstimmten – den Titelverteidigern war das egal.

Spielverlauf: Berlin dominiert früh

Die Partie begann intensiv, beide Teams hatten Chancen, doch Berlin nutzte seine Überlegenheit in der Schlussminute des ersten Drittels. Ty Ronning erzielte das 1:0 (20.). Im zweiten Abschnitt legte Liam Kirk schnell das 2:0 nach (22.). Die Adler fanden keine Antwort, auch weil sie eine Überzahlsituation nicht nutzen konnten. Im Schlussdrittel sorgte Ronning mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung (44.). Marcel Noebels traf ins leere Tor (58.), ehe Marc Michaelis für Mannheim den Ehrentreffer erzielte (59.).

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Herausragender Torwart Jonas Stettmer

Einmal mehr war Eisbären-Keeper Jonas Stettmer der Rückhalt. Berlins Leistungsträger Manuel Wiederer bezeichnete seine Leistung als „überragend“. Stettmer parierte auch einen Penalty im Schlussdrittel, sodass die Adler trotz frühem Torwartentzug nicht mehr herankamen. „Es ging nur mit täglicher Arbeit. Wir haben uns in die Serie reingefressen“, sagte Frederik Tiffels, der seinen vierten Meistertitel in Serie feierte.

Historische Wende bleibt aus

Die Adler Mannheim hofften nach einem 4:3-Sieg in der Verlängerung im vierten Spiel auf die erste Aufholjagd von einem 0:3-Rückstand in der DEL-Geschichte. Doch es blieb dabei: Noch kein Team hat einen solchen Rückstand in der Liga gedreht. Die Mannheimer wurden dennoch von ihren Fans gefeiert, doch die Sehnsucht nach dem ersten Titel seit 2019 geht weiter. Die Eisbären hingegen krönten eine schwierige Saison, in der sie mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen hatten, mit dem zwölften Meistertitel.

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