Eklat in Dresden: Zweitliga-Spiel nach Fan-Krawallen und Pyrotechnik unterbrochen
Das Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist am Freitagabend nach gewalttätigen Ausschreitungen von Fans für rund 20 Minuten unterbrochen worden. In der 19. Spielminute stürmten zahlreiche vermummte Dynamo-Fans aus dem K-Block den Innenraum des Stadions und machten sich auf den Weg zum Gästeblock der Berliner.
Eskalation vor dem Berliner Block
Vor dem Auswärtsblock der Hertha-Anhänger kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen. Pyrotechnik und Raketen wurden hin- und hergeschossen, was die Situation weiter eskalieren ließ. Die Polizei musste einschreiten und die Heimfans gewaltsam zurück in ihren eigenen Block drängen. Während dieser chaotischen Szenen verließen beide Mannschaften vorsorglich das Spielfeld.
Die Partie wurde beim Stand von 0:0 unterbrochen. Die Sicherheitskräfte bildeten daraufhin eine geschlossene Kette vor dem Heimblock, um weitere Übergriffe zu verhindern. Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke versuchte, mit schlichtenden Worten auf die eigenen Fans einzuwirken, musste seinen Versuch jedoch erfolglos abbrechen und unverrichteter Dinge umkehren.
Unwirklichkeit und Distanzierung
Erst nach einer etwa 20-minütigen Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden. „Das ist in dem Moment sehr unwirklich. Das hat auf dem Fußballplatz überhaupt nichts zu suchen. Wir stehen alle ein Stück weit unter Schock“, kommentierte Dresdens Sport-Geschäftsführer Sören Gonther die Vorfälle im Interview mit Sky. Als Auslöser der Krawalle wird mutmaßlich ein Fahnenklau vermutet.
Der Verein Dynamo Dresden distanzierte sich „ganz klar“ von dem gewalttätigen Verhalten der eigenen Anhänger. Bereits zu Spielbeginn war die Partie aufgrund von Pyronebel für mehrere Minuten unterbrochen worden, was die angespannte Atmosphäre im Stadion weiter anheizte.
Die Vorfälle werfen erneut Fragen nach der Sicherheit bei Fußballspielen und dem Umgang mit Pyrotechnik in deutschen Stadien auf. Die Polizei bleibt vor Ort im Einsatz, um weitere Eskalationen zu verhindern.



