Emotionaler Moment für U21-Nationalspieler Said El Mala
In einem bewegenden Moment hat Said El Mala (19) sein erstes Tor für die deutsche U21-Nationalmannschaft erzielt – und brach anschließend in Tränen aus. Der Grund für die emotionale Reaktion des Köln-Stars: Seine geliebte Großmutter mütterlicherseits war am Samstag unerwartet verstorben.
Tor im Gedenken an die Großmutter
Beim wichtigen Qualifikationsspiel gegen Griechenland (2:0) für die Europameisterschaft 2027 in Serbien und Albanien traf El Mala in seinem siebten U21-Einsatz endlich zum ersten Mal. Der Treffer zum 1:0 in der 67. Minute wurde zu einem besonders emotionalen Moment. Nach Abpfiff verriet der Mittelfeldspieler gegenüber Pro7MAXX den tragischen Hintergrund: „Meine geliebte Oma ist am Samstag verstorben. Das ist sehr emotional und nicht leicht für mich zu verkraften.“
Im ausführlichen Gespräch mit BILD erklärte El Mala weiter: „Ich wollte unbedingt hier bei den Jungs von der U21 bleiben, um mich abzulenken. Es war die richtige Entscheidung. Ich konnte mit meinem Tor helfen und meine Oma glücklich machen. Wir hatten eine sehr intensive Beziehung, so wie man es sich bei Oma und Enkel vorstellt. Ich habe meine ganze Kindheit bei ihr verbracht.“
Teamkollegen als Stütze in schwerer Zeit
Besonders dankbar zeigte sich El Mala für die Unterstützung seiner Teamkollegen: „Die Jungs haben mir extrem Kraft gegeben und sich herzlich um mich bemüht. Ohne sie könnte ich nicht hier stehen. Alle haben mir geholfen und mich unterstützt, auch das ganze Trainerteam. Das hat mir sehr gutgetan.“
U21-Kapitän Tom Bischof (20) vom FC Bayern München bestätigte die besondere Situation: „Samstag haben wir Said zunächst in Ruhe gelassen, weil er dem Trainer gesagt hat, er braucht Zeit für sich. Als er Sonntag alleine in einem Raum saß, bin ich mit drei, vier Spielern zu ihm gegangen und wir haben ihn einfach alle nur umarmt. Das war das emotionalste Tor seiner Karriere – Omas sind einfach noch einmal was ganz anderes.“
Trainer und Psychologin stehen zur Seite
Trainer Toni Di Salvo (46) betonte den menschlichen Aspekt: „Das war sehr schwer für Said. Wir alle haben ihn aufgefangen und abgelenkt, auch mal versucht, ihn zum Lachen zu bringen. Das ist in einer Trauerphase auch sehr wichtig. Unsere Psychologin hat sehr viel mit ihm gesprochen, das tat ihm sehr gut.“
Di Salvo weiter: „Ich war aufrichtig und ehrlich zu dem Jungen, habe ihn in den Arm genommen und ihm selbstverständlich die Entscheidung überlassen, ob er bleibt oder abreist. Es gibt Wichtigeres als Fußball!“
Persönliche Gedanken und nächste Schritte
El Mala beschrieb seine Gedanken beim Tor: „Als mein Tor fiel, hatte ich so viele Gedanken im Kopf: Endlich hat es mit meinem ersten U21-Treffer geklappt, der Knoten ist geplatzt. Ich habe aber auch an Oma gedacht, die mir dabei geholfen hat. Deshalb kamen mir dann auch die Tränen.“
Über seine weiteren Pläne sagte der 19-Jährige: „Ich reise nun erst einmal nach Hause zu meiner Familie und dann schaue ich, ob es sofort mit dem Fußball weitergeht oder ob ich eine Pause brauche.“
Das Spiel gegen Griechenland endete mit einem 2:0-Sieg für die deutsche U21-Nationalmannschaft, die damit einen wichtigen Schritt in Richtung EM-Qualifikation gemacht hat. Für Said El Mala bleibt es jedoch vor allem ein Spiel, das er mit gemischten Gefühlen und tiefen Emotionen verbinden wird.



