Alexander Ende: Der Feuerwehrmann, der Fortuna Düsseldorf retten soll
Ende erweist sich als besserer Funkel für Fortuna

Nach dem seelenlosen Auftritt in Magdeburg (0:2) war ein solcher Erfolg nicht zu erwarten. Doch eine Trainerentscheidung entpuppte sich als goldrichtig. Beim 3:1-Sieg gegen Dresden zeigte Fortuna endlich den Kampfgeist, der über die gesamte Saison gefehlt hatte. Dies ist das Verdienst von Alexander Ende (46).

Endes Traum-Premiere nach Horror-Debüt

Nach seinem missglückten Debüt feierte der neue Trainer nun die Premiere in der Arena. Er schaffte es, genau jene Spieler zu finden, die Feuer ins Spiel brachten. Alle Akteure bewiesen, dass ihr Herz für Fortuna Düsseldorf schlägt, nachdem sie den Verein monatelang hängengelassen hatten. Ende reagierte nach dem Magdeburg-Spiel richtig, indem er Spieler, die Energie kosten, aus dem Team nahm und jene brachte, die der Mannschaft Energie gaben.

Kampfgeist und Grenzüberschreitung

Zum ersten Mal in dieser Saison ging das Team über seine Grenzen. Mehrere Spieler quälten sich mit Krämpfen über die Linie. Christopher Lenz (31) stand in der Startelf, obwohl er eigentlich nur für 20 Minuten bereit war. Ende weckte in seinen Profis die Kampflust. Plötzlich zeigt Fortuna genau das, was im Abstiegskampf unerlässlich ist: Spieler, die in ihrer Karriere Titel gewonnen, im Europapokal und für ihre Nationalmannschaften gespielt haben, grätschen und beißen sich jetzt durch den Keller der 2. Liga. Mit Matthias Zimmermann (33), Sotiris Alexandropoulos (24) und anderen zaubert Ende plötzlich Leute aus dem Hut, die bereits abgeschrieben waren und nun eine große Hilfe sind. Nach Endzeitstimmung ist nun die Wende da, zumindest der Anfang davon.

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Funkel als Alternative?

Viele hatten sich eine andere Retter-Lösung vorgestellt und auf die Rückkehr von Friedhelm Funkel (72) gehofft. Laut BILD-Informationen gab es auch in Gremien des Vereins solche Strömungen, nachdem Endes erstes Spiel schiefging. Nun zeigt sich: Düsseldorf hat nicht nur einen Coach für den Fall des Abstiegs geholt, da Ende als Ex-Verl-Trainer Drittliga-Expertise besitzt, sondern gleichzeitig einen mit Feuerwehrmann-Gen.

Vom Spektakel-Coach zum Malocher-Trainer

Als Ende kam, galt er als Spektakel-Coach, dessen Mannschaften für feinen Offensiv-Fußball standen. Das schien unpassend für Spieler, die sich selbst für feine Fußballer halten, aber durch die bisherige Saison gestolpert waren. Ende machte sie zu Malochern, die die Fans wieder entzünden und mit Grätschen und Zweikämpfen die Hoffnung zurückholen. Keiner will mehr Hackentricks sehen, sondern Spieler, die gegen ihre Schmerzen kämpfen und den Extra-Meter machen, auch wenn sie in der nächsten Saison vielleicht nicht mehr da sind. Dresden muss die Blaupause für die letzten Spiele sein, ob es drei oder fünf (Relegation) sind.

Ende als richtige Wahl

Fortuna brauchte jemanden, der die Mannschaft bereit für den Abstiegskampf macht – und hat diesen offenbar mit Ende gefunden. Der Trainer wies jedoch darauf hin, dass dies erst der Anfang war und bis zur Rettung noch viel Arbeit nötig ist. Doch es ist wertvoll, dass das Team endlich gezeigt hat, dass es bereit für diese Arbeit ist.

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