Acht Jahre nach dem Tod der Darts-Legende Eric Bristow
Die Darts-Welt erinnert sich dieser Tage besonders an einen ihrer größten Pioniere. Vor genau acht Jahren, am 5. April 2018, verstarb der fünffache Darts-Weltmeister Eric Bristow im Alter von 60 Jahren. Der plötzliche Tod des Sportidols erschütterte die gesamte Darts-Gemeinschaft und überschattete einen Premier-League-Abend in Liverpool.
Der tragische Abend in Liverpool
An jenem denkwürdigen Abend hatte Bristow noch als Gast bei der Premier League Darts in der Echo Arena in Liverpool verbracht. Auf dem Weg zu seinem Auto brach der ehemalige Weltmeister zusammen und erlitt einen tödlichen Herzinfarkt. Die Nachricht von seinem Tod erreichte die Aktiven noch während des laufenden Spiels zwischen Peter Wright und Daryl Gurney.
„Wright brach in Tränen aus, als er die schockierende Nachricht erhielt“, erinnern sich Zeitzeugen. Die Zuschauer hatten bereits begonnen, Lieder für den verstorbenen Bristow anzustimmen, noch bevor die offizielle Bekanntgabe erfolgte.
Der erste Superstar des Darts
Eric Bristow gilt als erster echter Superstar im Darts-Sport. Zwischen 1980 und 1986 gewann er fünf Weltmeistertitel und prägte mit seinem einzigartigen Spielstil eine ganze Generation von Dartspielern. Sein charakteristischer Wurf, bei dem er den kleinen Finger weit abspreizte, wurde zu seinem Markenzeichen ebenso wie sein Spitzname „The Crafty Cockney“, den er aufgrund seines Cockney-Akzents erhielt.
Bristows Bedeutung für den Sport geht jedoch weit über seine eigenen Erfolge hinaus. Er war maßgeblich an der Gründung der Professional Darts Corporation (PDC) beteiligt und entdeckte sowie förderte einen jungen Phil Taylor, der später als 16-facher Weltmeister den Darts-Sport revolutionieren sollte.
Die besondere Verbindung zu Phil Taylor
„Er hatte einen großen Einfluss auf meine Karriere. Ein herausragender Charakter. Die Welt hat eine Legende verloren“, kommentierte Phil Taylor den Tod seines Mentors und Freundes. Die Beziehung zwischen Bristow und Taylor war eine der prägendsten im modernen Darts.
Nach seinem Karriereende im Jahr 2000 blieb Bristow dem Sport als Experte und Spotter im Fernsehen treu verbunden. Seine direkte Art und seine Ehrlichkeit machten ihn bei Fans und Kollegen gleichermaßen beliebt.
Würdigung durch die Darts-Community
Der damalige PDC-Boss Barry Hearn würdigte Bristow nach seinem Tod mit bewegenden Worten: „Eric wird immer eine Legende im Darts-Sport sowie in England sein. Er war ein herausragender Sportler, hatte einen tollen Charakter und selbst nach seinem Karriereende reisten viele Fans Kilometer weit, nur um ihn zu treffen.“
Hearn betonte besonders Bristows charakterliche Stärken: „Eric scheute nie, das zu sagen, was er denkt. Er war ehrlich und redete die Wahrheit immer geradeaus. Darum wurde er geschätzt und geliebt. Die PDC, der gesamte Darts-Sport und viele Fans werden ihn vermissen.“
Die Eric Bristow Trophy beim Grand Slam of Darts
Noch im selben Jahr seines Todes wurde Bristow eine besondere Ehre zuteil. Beim Grand Slam of Darts wurde der Siegerpokal in Eric Bristow Trophy umbenannt. In den vergangenen beiden Jahren konnte sich der Doppel-Weltmeister Luke Littler diese begehrte Trophäe sichern.
Bristow ist damit erst die dritte Darts-Legende, die mit der Benennung einer großen Trophäe geehrt wurde. Neben ihm erhielten diese Auszeichnung nur der legendäre Kommentator Sid Waddell, nach dem der WM-Pokal benannt ist, und Rekordweltmeister Phil Taylor, dessen Name die World Matchplay Trophy trägt.
Ein bleibendes Vermächtnis
Acht Jahre nach seinem Tod ist Eric Bristows Einfluss auf den Darts-Sport ungebrochen spürbar. Seine Entdeckung und Förderung von Phil Taylor legte den Grundstein für die moderne Ära des Profi-Darts. Seine fünf Weltmeistertile zwischen 1980 und 1986 machten ihn zu einer der dominantesten Figuren der Sportgeschichte.
Die jährliche Verleihung der Eric Bristow Trophy beim Grand Slam of Darts hält die Erinnerung an den charismatischen Sportler wach und stellt sicher, dass neue Generationen von Dartspielern und Fans sein Vermächtnis kennen und würdigen. Bristows Name bleibt damit für immer mit den größten Momenten des Darts-Sports verbunden.



