Eskalation nach Mainz-Aus in der Conference League: Nationalspieler Amiri sieht Rot
Eskalation nach Mainz-Aus: Nationalspieler Amiri sieht Rot

Eskalation nach bitterem Mainz-Aus in der Conference League

Die Träume von Mainz 05 in der Conference League sind am Donnerstagabend in Straßburg geplatzt. Nach einer deutlichen 0:4-Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg und dem damit besiegelten Aus kam es direkt nach dem Abpfiff zu einer handfesten Eskalation auf dem Platz.

Provokation löst Tumulte aus

Auslöser der unschönen Szenen war Straßburgs Spieler Martial Godo. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff lief der Sieger gezielt zur Eckfahne vor der Mainzer Fankurve, hängte dort lachend sein Trikot auf und provozierte damit die bereits enttäuschten Gästefans. Diese Geste ließ die Emotionen auf beiden Seiten sofort hochkochen.

Nationalspieler Nadiem Amiri beobachtete die Aktion aus der Ferne, rannte über das halbe Spielfeld und schubste Godo mit deutlichem Nachdruck in Richtung des Zauns. Als Straßburgs Maxi Oyedele seinem Teamkollegen zu Hilfe eilen wollte, wurde er von Amiri ebenfalls beiseitegedrängt.

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Rote Karte nach Spielende

Für Nadiem Amiri hatte sein Eingreifen unmittelbare Konsequenzen. Obwohl das Spiel bereits beendet war, zeigte der portugiesische Schiedsrichter Joao Pinheiro dem deutschen Nationalspieler die Rote Karte. Mainz' Sportvorstand Christian Heidel bestätigte den ungewöhnlichen Platzverweis nach Abpfiff.

„Da gab es ein Gemenge und Nadiem hat seinen Gegenspieler dann gestreichelt. Der Schiedsrichter hat es gesehen“, umschrieb Heidel die Szene diplomatisch. „Es ist alles eigentlich überflüssig, aber kein großes Drama.“

Der eigentliche Provokateur Martial Godo erhielt für seine Aktion lediglich eine Gelbe Karte. Innerhalb weniger Sekunden hatte sich eine große Rudelbildung entwickelt, bei der es zu weiteren Schubsereien und verbalen Auseinandersetzungen kam.

Ordnungskräfte müssen eingreifen

Erst das entschlossene Eingreifen zahlreicher Sicherheitskräfte, die direkt vor der Mainzer Fankurve positioniert waren, konnte die Situation wieder beruhigen. Die Ordnungshüter trennten die beteiligten Spieler voneinander und verhinderten so ein weiteres Eskalieren der Tumulte.

Neben Amiri war auch Mainz-Stürmer Philip Tietz in die Auseinandersetzungen verwickelt. Nachdem er sich Godo zur Brust genommen hatte, geriet er zusätzlich noch mit Straßburgs Torhüter Mike Penders aneinander.

Das sportliche Aus für Mainz 05 in der Conference League wird damit von unschönen Begleitumständen überschattet. Während Racing Straßburg das Halbfinale erreicht hat, muss die Mainzer Mannschaft nicht nur die Niederlage verkraften, sondern auch mit den disziplinarischen Konsequenzen der Nachspielzeit-Szenen umgehen.

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