Eta-Aufregung: Union-Boss und Bobic fordern mehr Gelassenheit
Eta-Aufregung: Union-Boss und Bobic mahnen zur Ruhe

Marie-Louise Eta bleibt auch nach ihrem historischen Debüt als erste weibliche Trainerin in der Bundesliga im Mittelpunkt des Interesses. Nach der 1:3-Niederlage bei RB Leipzig hat ihr Klub Union Berlin nun deutlich auf die anhaltenden Hass-Kommentare reagiert. Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation von Union, begründete das offensive Vorgehen des Vereins in den sozialen Medien: „Weil es ein wichtiger Weg ist. Der einzige Weg ist es nicht, man muss es auch machen können. Wir haben uns dafür entschieden, aktiv dagegen zu stemmen. Es bleibt viel zu viel unwidersprochen. Das wollten wir so nicht machen.“

Union-Boss: Hass-Kommentare sind „super albern“

Arbeit berichtete von zahlreichen negativen Nachrichten nach dem 1:2 beim Debüt gegen den VfL Wolfsburg. „Es ist auch super albern. Wir haben vorher auch Spiele verloren, aber dieses Spiel haben wir verloren, weil wir eine Trainerin hatten. Das liegt auf der Hand, dass es Quatsch ist.“ Gegen einige Urheber behält sich der Verein rechtliche Schritte vor. „Das ist ein drastischer Schritt, der schwierig ist, weil sehr viel anonym ist und Identitäten zu ermitteln kompliziert ist. Das prüfen wir, wenn es sehr hart wird. In diesem Fall haben wir uns dafür entschieden, einfach das Verhalten zu spiegeln. Das ist ein wichtiger Schritt.“

Keine Aufregung um RB-Leipzig-Spruch

Auch RB Leipzig sorgte vor der Partie mit einem frechen Spruch auf X für Wirbel. Doch Arbeit kann die Aufregung nicht nachvollziehen: „Wir sind schon dafür, die Kirche im Dorf zu lassen. Social Media darf auch immer Frotzelei sein. Gerade im Fußball ist das so. In diesem Fall habe ich das nicht als Missachtung verstanden, würde ich auch hier so deutlich sagen. Da hatten wir ganz andere Kommentare. Das ist das übliche Gekabbel.“

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Fredi Bobic wird deutlich: „Ekelhaft“

Sky-Experte Fredi Bobic fand klare Worte zu den Vorfällen. „Inhalt haben diese Nachrichten gar nicht. Die sind lächerlich. Es ist gut so, dass Union aktiv dagegen vorgeht. Man hätte auch sagen können, man gibt keine Plattform. Bewertet bitte die Trainerin anhand ihres Jobs und nicht daran, ob sie eine Frau ist.“ Der ehemalige Profi zeigte sich entsetzt: „Das Schlimme ist, dass ich es genau so erwartet habe. Das war vorauszusehen, dass es so hässliche Kommentare gibt. Ich hoffe, wir müssen es nicht zu oft thematisieren. Damit man diesen Leuten keinen Raum gibt. Mir wäre es lieber, man würde es totschweigen. Es ist ekelhaft! Es gehört auch überhaupt nicht zum Fußball. Es passt 0,0 zu dem, wie ich Fußball sehe. Jeder soll Fußball lieben und ausüben. Ob als Trainer, Spieler oder Funktionär.“

Eta selbst: „Gute Mannschaft, wir kommen da raus“

Marie-Louise Eta selbst äußerte sich bei Sky gelassen: „Man kann nicht innerhalb der ersten Tage erwarten, dass alles auf links gedreht wird. Aber wir haben eine gute Mannschaft. Klar war es eine schwierige Phase, wir sind jedoch überzeugt, da gemeinsam rauszukommen.“ Arbeit lobte zudem ihren Umgang mit dem Rummel: „Es ist ihr erstaunlich gut gelungen. Es ist durchaus eine Entscheidung, die ich von vielen Trainern kenne, sich da gar nicht auszusetzen und sich damit nicht zu beschäftigen. Ich habe ihr gesagt, dass wir das machen.“

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