Der 1. FC Nürnberg sorgt erneut für Unmut unter seinen Anhängern. Der Club hat bekannt gegeben, dass die Dauerkarten für die Saison 2026/27 um durchschnittlich 4,2 Prozent teurer werden. Dies ist bereits die dritte Preiserhöhung in Folge. Bereits vor der laufenden Spielzeit waren die Preise für Mitglieder-Sitzplätze in der Nordkurve und auf der Gegengerade um 11 bis 17 Prozent gestiegen. Zusätzlich wurde der sogenannte „Stadiongroschen“ eingeführt, der zur Finanzierung des geplanten Stadionneubaus dient. Dieser beträgt zwischen 1 Euro in der Kurve und bis zu 7,14 Euro im VIP-Bereich.
Begründung des Vereins
Der FCN begründet die erneute Preisanpassung mit dem gestiegenen Kostenniveau in Deutschland. „Das gestiegene Kostenniveau in Deutschland belastet in den unterschiedlichsten Bereichen auch den 1. FC Nürnberg. Wir kommen deshalb nicht umhin, die Preise für die Dauerkarten der Saison 2026/27 anzupassen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Der Verein hat ein strukturelles Defizit von 3 Millionen Euro, das bis 2027 geschlossen werden soll. Die Ticketpreise sind dabei ein wichtiger Hebel.
Preise im Überblick
Die neuen Dauerkartenpreise für die Saison 2026/27 reichen von 235 Euro für einen Stehplatz in der Nordkurve bis zu 799 Euro für die Dauerkarte in der 1. Kategorie auf der Haupttribüne. Der Verein betont, dass sich ein Saisonticket im Vergleich zum Einzelkauf um insgesamt vier Spiele rentiert. Dennoch sorgt diese Rechnung in sozialen Netzwerken für Kritik. Ein Fan schreibt: „Ich habe seit Saison 2023/24 eine Dauerkarte im Block 15b. Zwischen Kauf 2023 (400 Euro) und 2026 (495 Euro) liegen 3 Jahre und eine Steigerung von 23,75 Prozent. Diese Dimension lässt sich auch nicht immer mit ‚Es wird alles teurer’ erklären.“
Fan-Ärger und Erwartungen
Viele Fans hatten nach den letzten Preiserhöhungen nicht mit einer weiteren Steigerung gerechnet. Der „Stadiongroschen“ bleibt bestehen und belastet die Anhänger zusätzlich. Die Unzufriedenheit äußert sich in zahlreichen Kommentaren in sozialen Netzwerken, in denen die Fans die Preispolitik des Vereins kritisieren. Der FCN steht nun vor der Herausforderung, die finanzielle Lücke zu schließen, ohne die Fanbasis weiter zu verärgern.



