Fehler-Festival im Werder-Training: Nervosität vor Abstiegskracher gegen St. Pauli
Fehler-Festival im Werder-Training vor Abstiegskracher

Fehler-Festival im Werder-Training: Nervosität vor entscheidendem Abstiegskracher

Die Uhr tickt unerbittlich für Werder Bremen. Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) erwartet die Mannschaft den ultimativen Abstiegskracher gegen den FC St. Pauli. Eine Niederlage würde die Bremer auf einen direkten Abstiegsplatz zurückwerfen – und das Donnerstagstraining ließ wenig Hoffnung aufkommen, dass das Team mental bereit für diese Herausforderung ist.

Unrunde Einheit trotz Rückkehr von Routiniers

Obwohl mit Niklas Stark (30) und Leonardo Bittencourt (32) zwei erfahrene Spieler nach ihrer Abwesenheit am Vortag zurückkehrten, wirkte die Trainingseinheit erstaunlich unrund und nervös. Statt der erhofften Konzentration und Präzision dominierten Missverständnisse, Fehlpässe und falsche Entscheidungen in wichtigen Momenten das Geschehen auf dem Platz.

Besonders bezeichnend war das Abschlussspiel: Die einzigen beiden Treffer resultierten aus einem haarsträubenden Fehlpass und einer unglücklich abgefälschten Flanke von Romano Schmid (26). Trainer Daniel Thioune (51) versuchte zwar lautstark, seine Profis zu korrigieren und zu motivieren, doch eine spürbare Verbesserung blieb aus.

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Personelle Sorgen und ein Hoffnungsschimmer

Die knapp 70-minütige Einheit fand erneut ohne Karim Coulibaly (18) statt, der weiterhin mit muskulären Problemen kämpft. Damit wird ein Ausfall des Werder-Juwels im entscheidenden Spiel gegen St. Pauli immer wahrscheinlicher – ein herber Verlust für die ohnehin angeschlagene Mannschaft.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kam jedoch von der Seitenlinie: Mitchell Weiser (31), der seit seinem Kreuzbandriss fehlt, war auf dem Platz und absolvierte ein individuelles Training. Die Rückkehr des Leistungsträgers im Saisonendspurt wäre dringend nötig, denn Werder fehlt Weisers Qualität derzeit an allen Ecken und Enden.

Die psychologische Herausforderung

Die Trainingseinheit offenbarte mehr als nur technische Mängel. Sie zeigte eine Mannschaft unter immensem psychologischen Druck. In einer Phase, in der jede Aktion, jeder Pass und jede Entscheidung über den Verbleib in der Liga entscheiden kann, wirkten die Bremer unsicher und unkonzentriert.

Trainer Thioune steht nun vor der schwierigen Aufgabe, seine Mannschaft innerhalb weniger Tage mental auf den wichtigsten Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Die Qualität im Training muss sich bis Sonntag deutlich verbessern, sonst droht im Abstiegskracher gegen St. Pauli eine böse Überraschung.

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