Münchner Filmemacher haben ein neues Projekt angekündigt: Sie wollen die bewegende Geschichte des Bayern Georg Giftthaler und seines Fußballvereins FC Sierra Leone auf die Leinwand bringen. Der Film soll ein "gesellschaftsveränderndes Fußball-Märchen" werden, wie die Macher erklären.
Vom Tafelbesuch zur Vereinsgründung
Georg Giftthaler, ein leidenschaftlicher Fußballfan, befand sich selbst in einer schwierigen Lebenslage. Als er zur Tafel gehen musste, lernte er dort Asylbewerber aus Sierra Leone kennen. Diese Begegnung änderte alles: Giftthaler gründete mit ihnen den Verein FC Sierra Leone, der schnell zu einem Vorzeigeprojekt für Integration und Gemeinschaft wurde. Der Verein bot nicht nur Fußballtraining, sondern schuf auch ein soziales Netzwerk für die Beteiligten.
Behördliche Hürden
Doch der Erfolg war nicht von Dauer. Die Behörden machten dem Projekt einen Strich durch die Rechnung. Welche konkreten Hindernisse auftraten, ist noch nicht im Detail bekannt, aber die Filmemacher sehen darin einen zentralen Konflikt für ihre Geschichte. „Es ist eine Geschichte von Aufbruch und Scheitern, von Menschlichkeit und Bürokratie“, so ein Sprecher des Filmteams.
Faszination für die Story
Was die Filmemacher an dieser Geschichte fasziniert, ist die Authentizität und die gesellschaftliche Relevanz. „Hier treffen Themen wie Integration, Armut und der Glaube an den Sport aufeinander“, erklärt Regisseur Ingmar Schweder. „Es ist ein Stoff, der zeigt, wie Fußball Menschen verbinden kann – und wie schnell politische und administrative Hürden solche Initiativen ausbremsen.“
Reaktion von Georg Giftthaler
Georg Giftthaler selbst reagierte überrascht, aber erfreut über das Interesse an seiner Geschichte. „Ich hätte nie gedacht, dass unser kleiner Verein so viel Aufmerksamkeit bekommt“, sagte er in einem ersten Statement. Er hoffe, dass der Film dazu beitrage, die Situation von Flüchtlingen und sozial benachteiligten Menschen ins Bewusstsein zu rücken.
Projekt noch in der Planung
Das Filmprojekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase. Die Filmemacher suchen derzeit nach Finanzierungsmöglichkeiten und Drehorten. Ein genauer Starttermin für die Dreharbeiten steht noch nicht fest. Fest steht jedoch: Die Geschichte des FC Sierra Leone hat das Potenzial, ein bewegendes Kinoerlebnis zu werden.



