Drei freie Tage für drei Punkte. Nach dem wichtigen 3:1-Sieg gegen Union Berlin wird bei RB Leipzig erst am Dienstag wieder trainiert. Völlig verdient nach einem souveränen Auftritt – den Max Finkgräfe (22) eingeleitet hatte. Der Linksverteidiger, der vor der Saison vom 1. FC Köln gekommen war, ersetzte im zweiten Spiel in Folge den an der Leiste verletzten Kapitän David Raum (28). Und wie er das tat: In der 22. Minute klärte Unions Querfeld den Ball zwar aus dem Strafraum, der landete aber bei Finkgräfe, der die Kugel aus 20 Metern an Rönnow vorbei in den Kasten knallte.
Emotionaler Jubel mit Gedenken
Beim Torjubel vergrub Finkgräfe das Gesicht in den Händen und streckte dann die Finger gen Himmel. Später erklärte er: „Ich habe ehrlich gesagt davon geträumt. Der war nicht so gewollt, aber da freue ich mich umso mehr. Das Tor ist für meinen verstorbenen Opa. Ich hoffe, er freut sich. Er hat mich zum Fußball gebracht. Sein Motto war immer: Hau einfach drauf. Und das hat heute geklappt.“
Lob vom Trainer
Trainer Ole Werner (37) zeigte sich beeindruckt: „Max ist total klar und es überrascht mich auch nicht, dass er jetzt, wo er für uns auf dem Platz steht, diese Leistung zeigt. Er ist extrem schlau, taktisch klug, weiß Dinge umzusetzen und bringt eigentlich alles mit, was du in dieser Außenverteidiger-Position brauchst. Max ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich auch durch gute Trainingsleistungen entwickeln kann.“
Mit dem fünften Sieg in Folge macht RB Leipzig einen weiteren Schritt Richtung Champions League. Werner: „Wie groß der Schritt ist, das wird man am Ende sehen. Es warten noch schwierige Aufgaben auf uns. Am Ende hast du erst dein Ziel erreicht, wenn du wirklich über die Ziellinie gelaufen bist. Da haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns und das wissen wir auch.“
Als Nächstes muss RB Leipzig nach Leverkusen (Samstag/18.30 Uhr), dann kommt St. Pauli, und beim Saisonfinale geht es nach Freiburg.



