Fischer nach Mainzer Debakel in Straßburg: "Es war unterirdisch"
Fischer nach Mainzer Debakel: "Es war unterirdisch"

Mainz scheitert trotz Vorsprung: Fischer rechnet mit Team ab

Der Traum vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte ist für den 1. FSV Mainz 05 geplatzt. Nach einem 2:0-Erfolg im Hinspiel kassierte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer im Viertelfinal-Rückspiel der Conference League bei Racing Straßburg eine klare 0:4 (0:2)-Niederlage und schied damit aus dem europäischen Wettbewerb aus.

Desolate Leistung und handgreifliche Szenen

Die Mainzer zeigten über die gesamte Spielzeit eine enttäuschende Leistung und waren dem französischen Gegner in allen Belangen unterlegen. Bereits in der ersten Halbzeit egalisierten Sebastian Nanasi (26. Minute) und Abdoul Ouattara (35. Minute) den Vorsprung aus dem Hinspiel. In der zweiten Halbzeit vollendeten Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) die deutliche Niederlage der Mainzer.

Nach dem Abpfiff entlud sich der Frust der Mainzer Spieler in ausufernden Rangeleien mit den gegnerischen Profis vor dem eigenen Fanblock. Diese unrühmlichen Szenen bildeten den Schlusspunkt eines Abends, den alle Beteiligten schnell vergessen wollen.

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Fischer mit deutlicher Kritik

Trainer Urs Fischer zeigte sich nach der Partie entsprechend bedient und kritisierte seine Mannschaft scharf. „Wir waren wirklich überfordert. Die haben uns aufgefressen. Wir hatten keine Antwort über 90 Minuten“, sagte der Schweizer bei RTL. „Es war unterirdisch. Wir haben uns nicht getraut, den Ball laufen zu lassen. Dafür braucht es Mut, den hatten wir nicht.“

Über weite Strecken des Spiels offenbarte sich ein deutlicher Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften. Ohne die starken Paraden von Torhüter Daniel Batz, der sogar einen Foulelfmeter von Emegha in der 66. Minute halten konnte, wäre das Aus für Mainz wahrscheinlich noch früher besiegelt gewesen.

Heidel: „Gehen erhobenen Hauptes raus“

FSV-Sportvorstand Christian Heidel zeigte sich nach der Niederlage dennoch versöhnlich. „Wir hatten gegen eine klasse Mannschaft keine Chance. Dann muss man das auch einfach mal akzeptieren – und dann geht es weiter für uns“, sagte Heidel. „Wir gehen dennoch erhobenen Hauptes raus, wir haben gegen die wahrscheinlich beste Mannschaft im Wettbewerb verloren. Wir hätten viele, viele Dinge besser machen müssen, um eine Chance zu haben.“

Bereits vor dem Schlusspfiff hallte es von den Rängen im Straßburger Stadion hämisch „Auf Wiedersehen“ in Richtung der Mainzer Mannschaft. Damit endete die europäische Reise der Mainzer deutlich früher als erhofft – das mögliche Endspiel in Leipzig am 27. Mai bleibt für den Verein nun eine verpasste Gelegenheit.

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