Wochen der Wahrheit für Fortuna Düsseldorf: Abstiegskampf statt Aufstiegstraum
Die 2. Fußball-Bundesliga befindet sich in der entscheidenden Phase der Saison – mit nur noch sieben verbleibenden Spieltagen steht alles auf dem Spiel. Für Fortuna Düsseldorf wird die Situation zunehmend bedrohlich: Statt wie zu Saisonbeginn erhofft im Aufstiegsrennen mitzumischen, kämpft der Verein nun um den Klassenerhalt.
Bittere Pleiten und drohender Absturz
Nach den enttäuschenden Niederlagen gegen Hertha BSC mit 2:5 und beim VfL Braunschweig mit 0:1 hat sich die Lage für die Fortuna dramatisch verschärft. Sollte das Team von Trainer Markus Anfang (51) auch am Ostersamstag beim FC Kaiserslautern (13 Uhr/Sky) verlieren, droht sogar der gefährliche 16. Platz, der zur Relegation führen würde. Kaum vorstellbar, dass die Düsseldorfer noch vor wenigen Wochen auf einem vermeintlich sicheren Kurs schienen.
Doch die Fortuna hat ihr Schicksal weiterhin selbst in der Hand. Nach dem Auswärtsspiel in der Pfalz folgen die entscheidenden Wochen: direkte Duelle gegen Holstein Kiel, in Magdeburg und gegen Dynamo Dresden – alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf innerhalb von nur 14 Tagen. Wenn Düsseldorf in diesen Partien punkten kann, rückt der Klassenerhalt in greifbare Nähe. Die magische Grenze liegt bei etwa 40 Punkten, wobei Trainer Anfang optimistisch meint: „37 oder 38 könnten schon reichen.“
Historische Ängste und aktuelle Herausforderungen
Das Problem: Die Hinrundenspiele gegen Kiel (0:1) und Dresden (1:2) gingen beide verloren. Einzig der Galgenhumor von Manager Sven Mislintat (53) gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus: „Dann kann es ja nur besser werden.“
Im Anschluss an diese direkten Duelle warten weitere schwere Brocken: Sowohl der FC Schalke 04 als auch die SV Elversberg kämpfen um den Aufstieg, was Punktegewinne für Düsseldorf alles andere als garantiert erscheinen lässt. Droht am Ende sogar ein Abstiegsfinale am letzten Spieltag beim SpVgg Greuther Fürth?
Die Fortuna steht unter immensem Druck – und die Erinnerungen an 2013 schmerzen noch immer: Damals rutschte der Klub erst am letzten Spieltag erstmals in jener Saison auf einen direkten Abstiegsplatz. Klublegende Lumpi Lambertz (41) saß nach dem 0:3 in Hannover weinend auf dem Rasen, und Trainer Norbert Meier (67) musste nach über fünf Jahren mit zwei Aufstiegen von der 3. Liga bis in die Bundesliga gehen. Tränen, Drama und ein bitteres Ende prägten diese Zeit.
Die Rettung muss vorher klar sein
Damit sich ein solches Szenario nicht wiederholt, muss die Rettung für Fortuna Düsseldorf frühzeitig feststehen. Andernfalls droht am Rhein das nächste Fußball-Desaster. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trainer Markus Anfang und seine Mannschaft die Kurve kriegen können oder ob der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag andauern wird.
Die Situation ist angespannt, die Erwartungen hoch und die Konkurrenz hart. Doch mit der richtigen Einstellung und punktgenauen Leistungen in den direkten Duellen gegen die Konkurrenten kann die Fortuna den Abstieg noch verhindern und die Klasse halten.



