Fortuna Düsseldorf vollzieht Trainerwechsel in der Krise
Der von sportlichen Problemen geplagte Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat auf die anhaltende Talfahrt reagiert und sich von Trainer Markus Anfang getrennt. Die Entscheidung wurde am 12. April 2026 offiziell bekannt gegeben. Als neuer Cheftrainer wurde umgehend Alexander Ende präsentiert, der zuletzt beim Zweitliga-Konkurrenten Preußen Münster tätig war.
Sportliche Talfahrt erzwingt personelle Konsequenzen
Die Trennung von Markus Anfang erfolgte nach einer Serie von vier Niederlagen in Folge, die die Fortuna tief in den Tabellenkeller der 2. Bundesliga rutschen ließen. Den vorläufigen Tiefpunkt markierte die 1:2-Niederlage im direkten Duell gegen Holstein Kiel am Freitag. Sportvorstand Sven Mislintat hatte bereits nach dieser Partie die Zukunft des Trainers offen gelassen und damit die Weichen für den Wechsel gestellt.
Markus Anfang hatte den Trainerposten bei Fortuna Düsseldorf erst im Oktober 2025 übernommen. Unter seiner Leitung gelangen der Mannschaft in 21 Zweitliga-Spielen lediglich sechs Siege. Mit Anfang wird auch sein Assistent Florian Junge freigestellt, während Co-Trainer Ilia Gruev dem Verein erhalten bleibt.
Alexander Ende übernimmt mit klarem Auftrag
Der 46-jährige Alexander Ende, der zuvor auch beim SC Verl in der 3. Liga erfolgreich arbeitete, wird sein erstes Training bereits am Montag leiten. Er bringt Co-Trainer Zlatko Muhovic mit an die Seite. In einer ersten Stellungnahme betonte Ende: „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe bei der Fortuna. Die Situation ist herausfordernd, aber ich bin absolut überzeugt davon, dass wir gemeinsam mit allen Fortunen den Klassenerhalt schaffen werden.“
Sportvorstand Sven Mislintat begründete die Personalie mit einer genauen Analyse der Mannschaftsbedürfnisse: „Wir haben genau analysiert, was unsere Mannschaft jetzt in dieser Phase braucht, um den Klassenerhalt zu sichern. Und genau das bringt Alexander Ende mit. Ihm trauen wir eine klare inhaltliche Lösung für die letzten fünf Spiele zu. Darüber hinaus passt sein Ansatz auch langfristig sehr gut zu unserer Strategie.“
Herausfordernde Aufgaben warten auf die neue Führung
Die Fortuna steckt aktuell tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga und muss in den verbleibenden fünf Spieltagen den Abstieg verhindern. Besondere Bedeutung kommen den direkten Duellen gegen Konkurrenten aus der Abstiegszone zu:
- Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg am 18. April
- Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 24. April
Die personelle Situation wird durch die Verletzung von Leistungsträger Florent Muslija zusätzlich erschwert. Der Spieler zog sich im Spiel gegen Holstein Kiel einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der Saison aus.
Alexander Ende steht damit vor der schwierigen Aufgabe, mit einer angeschlagenen Mannschaft in den entscheidenden Wochen der Saison die Wende zu schaffen und den Verbleib in der 2. Bundesliga zu sichern.



