Frankfurts Bundesliga-Fluch endlich gebrochen: 3:0-Heimsieg gegen Gladbach
Eintracht Frankfurt hat am Freitagabend im heimischen Stadion eine lange Negativserie beendet und dem neuen Trainer Albert Riera eine perfekte Heimpremiere in der Fußball-Bundesliga beschert. Die Hessen setzten sich mit einem klaren 3:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach durch und verschärften damit die Abstiegssorgen des Rivalen vom Niederrhein erheblich.
Endlich wieder Jubel nach neun sieglosen Spielen
Vor 59.000 begeisterten Zuschauern im Frankfurter Stadion erzielten Nathaniel Brown in der 24. Minute, Ayoube Amaimouni-Echghouyab (34.) und Ansgar Knauff (75.) die entscheidenden Treffer für die zuvor seit neun Pflichtspielen sieglose Eintracht. Dieser wichtige Erfolg katapultierte die Hessen in der Tabelle mit nun 31 Punkten auf den siebten Platz, während die Borussia mit 22 Zählern weiter im unteren Tabellenmittelfeld feststeckt. Das Polster auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt für Gladbach nur noch drei Punkte.
Neue Verletzungssorgen trüben den Frankfurter Erfolg
Trotz des verdienten Sieges mussten die Hausherren erneut schmerzhafte Personalausfälle verkraften. Bereits vor Spielbeginn fehlten die verletzten Offensivkräfte Jonathan Burkardt, Younes Ebnatoulib, Michy Batshuayi und Can Uzun. Doch es kam noch schlimmer: Schon nach einer Viertelstunde war für den einzigen verbliebenen Angreifer Arnaud Kalimuendo vorzeitig Schluss. Der 24-Jährige verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Gladbach-Torwart Moritz Nicolas.
Zwar kehrte die Leihgabe von Nottingham Forest nach längerer Behandlungspause noch einmal kurz auf das Feld zurück, doch kurz darauf ging es bei Kalimuendo nicht mehr weiter. Für ihn kam mit Mahmoud Dahoud ein eher defensiv ausgerichteter Spieler, was die Frankfurter Offensivoptionen weiter einschränkte.
Überraschungsmann Amaimouni-Echghouyab glänzt mit Traumtor
Besonders beeindruckend war der Auftritt von Ayoube Amaimouni-Echghouyab, den Trainer Riera völlig überraschend erstmals für die Startelf aufgeboten hatte. Der 21-jährige Marokkaner zog aus halbrechter Position einfach ab und überwand Nicolas mit einem leicht abgefälschten Schuss ins lange Eck. Es war bereits das zweite Bundesligator für den im Winter für nur 200.000 Euro vom Drittligisten TSG Hoffenheim II verpflichteten Offensivmann – ein echtes Schnäppchen für die Eintracht.
Nach dem Seitenwechsel blieb Frankfurts Abwehrspieler Rasmus Kristensen angeschlagen in der Kabine, für ihn kam Nnamdi Collins. Am Spielverlauf änderte sich jedoch wenig. Gladbach bemühte sich zwar um den Anschluss, agierte aber zu ideenlos und harmlos.
Frankfurter Defensive steht sicher – Gladbachs Fehler kostspielig
So hatte die Frankfurter Defensive – immerhin die zweitschlechteste der gesamten Liga – überraschend wenig Mühe mit den Gladbacher Angriffen. Ganz anders die Gäste: Bei einem weiten Schlag unterlief Kota Takai ein katastrophaler Fehler, den Ansgar Knauff gekonnt zum entscheidenden 3:0 nutzte. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten in der Schlussphase blieb es am Ende bei diesem deutlichen Ergebnis.
Der Sieg bedeutet für Eintracht Frankfurt nicht nur das Ende einer langen Durststrecke, sondern auch einen wichtigen Vertrauensbeweis für den neuen Trainer Albert Riera. Für Borussia Mönchengladbach hingegen werden die Abstiegssorgen mit jedem Spieltag größer, während die Verletzungssorgen bei den Hessen weiterhin Anlass zur Sorge geben.



