Frankfurts erster Triumph unter neuem Trainer trotz Personalsorgen
Eintracht Frankfurt hat unter dem neuen Trainer Albert Riera seinen ersten Sieg eingefahren und Borussia Mönchengladbach mit einem klaren 3:0 bezwungen. Besonders bemerkenswert: Dieser Erfolg gelang der Mannschaft, obwohl sie aufgrund von Verletzungen überhaupt keinen Stürmer mehr zur Verfügung hatte.
Verletzungspech und taktische Meisterleistung
Bereits in der 11. Minute musste Angreifer Kalimuendo nach einem Zusammenprass mit Gladbach-Keeper Nicolas verletzt ausgewechselt werden. Damit fehlten neben ihm auch die bereits vor dem Spiel verletzten Burkardt, Ebnoutalib und Batshuayi. Die Eintracht stand damit ohne einzigen Stürmer da – eine prekäre Situation angesichts des anstehenden Auswärtsspiels in München am nächsten Wochenende.
Doch Trainer Albert Riera, der erst kürzlich sein Amt angetreten hatte, bewies taktisches Geschick. Der 43-Jährige hatte bei seiner Vorstellung großspurig angekündigt, die Frankfurter in eine völlig neue Mannschaft zu verwandeln, und sagte unter anderem: „Wenn ich ihnen sage, sie sollen vom Balkon springen, dann springen sie“. Offenbar sprang seine Mannschaft nun auch für Tore.
Verteidiger werden zu Torschützen
Da Stürmer fehlten, übernahmen andere Spieler die Torjägerrolle. Verteidiger Nathaniel Brown (22) traf in der 24. Minute zum 1:0 – bereits sein zweites Tor unter Riera. Es folgten Treffer von Amaimouni-Echghouyab (34.) und Knauff (75.), die das 3:0 perfekt machten.
Weitere Bundesliga-Ergebnisse im Überblick
HSV bezwingt Union Berlin in historischem Spiel
Der Hamburger SV feierte zum 1.887. Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte einen 3:2-Sieg gegen Union Berlin. Besonders symbolträchtig: Der HSV wurde genau im Jahr 1887 gegründet. Union-Stürmer Andrej Ilic (25) hatte zunächst Pech, als er in der 45.+2 Minute eine große Chance vergab, verpasste aber später den Befreiungsschlag: In seinem 21. Saisoneinsatz gelang ihm endlich sein erstes Bundesligator dieser Spielzeit.
Leverkusen dominiert St. Pauli
Bayer Leverkusen gewann gegen den FC St. Pauli mit 4:0 und feierte damit nicht nur Karneval, sondern auch eine Tor-Party. Die Werkself sicherte sich drei wichtige Punkte im Kampf um internationale Plätze und steht vorerst auf dem 4. Champions-League-Rang. Bitter für St. Pauli: Das 1:0 schenkten sie Leverkusen durch ein Eigentor von Torhüter Vasilij in der 13. Minute.
Hoffenheim beendet Freiburg-Serie
Nach neun Spielen ohne Sieg gegen den SC Freiburg gelang der TSG Hoffenheim endlich wieder ein Triumph. Mit 3:0 setzten sich die Hoffenheimer durch, wobei Freiburg die Halbzeitpause um sieben Minuten verlängerte. Hoffenheim festigt damit den dritten Platz in der Bundesliga, während Freiburg bestenfalls um Platz sieben kämpft.
Die Bundesliga zeigt sich einmal mehr als spannende und unberechenbare Liga, in der auch verletzungsgeplagte Mannschaften wie Frankfurt überraschende Erfolge feiern können. Trainer Albert Riera hat seinen ersten Beweis geliefert, dass seine großspurigen Ankündigungen nicht nur leere Worte waren.



