Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft krönt US-Tour mit Sieg gegen Kolumbien
Die französische Fußball-Nationalmannschaft hat ihre erfolgreiche US-Tour mit einem weiteren Sieg abgeschlossen. Nach dem spektakulären 2:1-Erfolg in Unterzahl gegen Brasilien setzte sich der Vize-Weltmeister nun auch gegen Kolumbien mit 3:1 (2:0) durch. Das Testspiel fand im Football-Stadion der Washington Commanders in Landover, Maryland, statt und zeigte die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps trotz umfangreicher Rotation in beeindruckender Form.
Doué glänzt mit Doppelpack
Der junge Désiré Doué war der entscheidende Mann des Abends. Der Mittelfeldspieler erzielte in der 29. und 56. Minute seine ersten beiden Länderspieltore überhaupt und demonstrierte damit sein großes Talent. Marcus Thuram, der ehemalige Bundesligastürmer von Borussia Mönchengladbach, erhöhte in der 41. Minute auf 2:0. Für Kolumbien gelang Jaminton Campaz in der 77. Minute lediglich der Anschlusstreffer zum Endstand.
Besonders bemerkenswert war die taktische Vorgehensweise von Trainer Didier Deschamps. Im Vergleich zum Testspiel gegen Rekordweltmeister Brasilien tauschte er seine komplette Startelf aus. Die Stars Michael Olise vom FC Bayern München und Kylian Mbappé von Real Madrid kamen erst in der Schlussphase ins Spiel. Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé von Paris St. Germain saß sogar über die gesamte Spielzeit auf der Bank.
Herausforderung gegen mutige Kolumbianer
Die französische Mannschaft hatte zunächst einige Probleme mit der mutigen Herangehensweise der Südamerikaner. Kolumbien, angeführt von Bayern-Star Luis Díaz und dem ehemaligen Münchner James Rodriguez, zeigte sich von Beginn an offensiv und mutig. Doch die Equipe tricolore steigerte sich mit zunehmender Spieldauer deutlich.
Nach der verdienten 2:0-Führung zur Pause durch die Tore von Doué und Thuram legte Doué nach der Halbzeitpause nach. Anschließend investierte der französische Favorit nur noch wenig Energie, was Kolumbien die Möglichkeit zum Anschlusstreffer gab. Dennoch blieb der Sieg nie ernsthaft in Gefahr.
Ausblick auf die WM-Endrunde
Trainer Didier Deschamps wird am 13. Mai seinen endgültigen Kader für die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada nominieren. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 statt. In der Vorrundengruppe trifft Frankreich auf Norwegen, Senegal und den Sieger des Playoff-Duells zwischen Irak und Bolivien.
Kolumbien hingegen muss sich in seiner Gruppe mit Portugal, Neuling Usbekistan sowie entweder der DR Kongo oder Jamaika auseinandersetzen. Die erfolgreiche US-Tour mit zwei Siegen gegen starke Kontrahenten gibt der französischen Mannschaft optimalen Rückenwind für die anstehenden Herausforderungen der Weltmeisterschaft.



