Biathlon-Star Jacquelin wechselt zum Rennrad: Kindheitstraum nach Idol Pantani
Jacquelin wechselt zum Rennrad: Kindheitstraum nach Pantani

Biathlon-Star wagt Wechsel aufs Rennrad: Emilien Jacquelin folgt seinem Idol Marco Pantani

Der französische Biathlon-Olympiasieger Émilien Jacquelin vollzieht einen bemerkenswerten Sportwechsel. Der 30-jährige Ausnahmeathlet, der bereits fünf Weltmeistertitel im Biathlon errungen hat, schließt sich ab dem 1. Mai dem französischen Nachwuchsteam von Decathlon-CMA CGM an. Dieser Schritt ist keine bloße Laune, sondern die Verwirklichung eines lang gehegten Kindheitstraums, wie Jacquelin selbst betont.

Sechsmonatiges Praktikum mit klaren Zielen

„Ich habe einen sechsmonatigen Praktikumsvertrag, auch wenn noch nicht alles endgültig feststeht“, erklärte Jacquelin gegenüber der französischen Sportzeitung „L'Équipe“. Der Biathlet betont jedoch, dass dies keineswegs das Ende seiner erfolgreichen Wintersport-Karriere bedeute. Vielmehr nutze er die nacholympische Saison, um seinen Horizont zu erweitern und seine Komfortzone bewusst zu verlassen.

Schon in seiner Jugend hatte Jacquelin eine Radsport-Karriere angestrebt, bevor er sich dem Biathlon zuwandte. Der Gesamtweltcup-Fünfte des abgelaufenen Winters möchte nun etwas anderes ausprobieren, bevor er in den nächsten olympischen Zyklus startet. „Dieses Projekt hat mich schon länger beschäftigt“, gesteht der Athlet.

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Olympia 2030 bleibt das Hauptziel

Trotz des Wechsels zum Rennrad bleiben die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich Jacquelins erklärtes Hauptziel. „Die Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich bleiben zwar mein Ziel, aber ich möchte nun etwas Neues entdecken und im Radsport auf höchstem Niveau antreten“, so der Franzose. Er betont, dass er nicht ins Team komme, „um jemandem den Platz wegzunehmen“, sondern um seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

„Ich werde meinen größten Kindheitstraum leben. Mir ist bewusst, wie viel Glück ich habe“, fügt der zweifache Silbermedaillengewinner von Olympia in Peking 2022 hinzu. Seine Begeisterung für den Radsport ist tief verwurzelt und geht auf sein großes Idol zurück.

Hommage an Radlegende Marco Pantani

Die Verbindung zu Marco Pantani, der italienischen Radsport-Legende, ist bei Jacquelin besonders ausgeprägt. Bei den Winterspielen in Antholz trug der impulsive Schnellschütze einen Ohrring Pantanis, den ihm dessen Familie geliehen hatte. „Marco ist derjenige, der mich dazu gebracht hat, Sport zu treiben“, bekannte der Franzose damals.

Diese Hommage an Pantani unterstreicht die tiefe Bewunderung, die Jacquelin für den berühmten Radrennfahrer hegt. Der markante Ohrring Pantanis wurde zu einem symbolträchtigen Accessoire für den Biathleten, der nun selbst den Weg aufs Rennrad sucht.

Langjährige Verbindung zum Radsport-Team

Jean-Baptiste Quiclet, Leistungssportdirektor des Teams, bestätigt die langjährige Verbindung zwischen Jacquelin und dem Radsport. „Radfahren ist bereits ein wichtiger Bestandteil seiner Biathlon-Vorbereitung“, erklärt Quiclet. „In diesem Jahr nach den Olympischen Spielen möchten wir ihm die Möglichkeit geben, den Radsport auszuprobieren und so seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.“

Jacquelin pflegt schon seit langer Zeit eine enge Beziehung zum Team, den Fahrern und Trainern. Diese bestehende Verbindung erleichtert den Übergang und schafft ideale Voraussetzungen für das sechsmonatige Praktikum. Der Biathlet will seine Ausdauer und Technik auf dem Rad verbessern, was sich letztlich auch positiv auf seine Leistungen im Wintersport auswirken könnte.

Der ungewöhnliche Sportwechsel zeigt, dass Jacquelin nicht nur ein herausragender Athlet, sondern auch ein mutiger Grenzgänger ist, der bereit ist, neue Wege zu beschreiten. Sein Engagement im Radsport könnte interessante Synergieeffekte für beide Sportarten bringen und beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des französischen Spitzensportlers.

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