Freiburg beendet Mainzer Heimserie im Europacup-Duell
Im hochkarätigen Aufeinandertreffen zweier Europacup-Viertelfinalisten setzte sich der SC Freiburg beim FSV Mainz 05 mit einem knappen 1:0 durch. Das entscheidende Tor erzielte Lucas Höler in der 47. Spielminute per Kopfball, nachdem Matthias Ginter den Ball kunstvoll mit der Hacke vorbereitet hatte. Dieser Sieg markierte das Ende einer bemerkenswerten Serie: Mainz musste erstmals in diesem Jahr eine Heimniederlage hinnehmen, nachdem die Mannschaft zuvor acht Pflichtspiele in Folge ungeschlagen geblieben war.
Spannendes Duell mit wenigen Torchancen
Vor 30.000 Zuschauern im Mainzer Stadion entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel mit vielen kleinen Fouls und wenigen herausragenden Momenten. Beide Teams zeigten sich nach ihren internationalen Erfolgen in der Europa League und Conference League etwas ermüdet, was die Spielqualität beeinträchtigte. Freiburg startete trotz sechs Wechseln nach dem Europacup-Spiel selbstbewusst und drückte die Mainzer früh in die Defensive.
Die Rheinhessen fanden nur langsam ins Spiel und hatten anfangs große Schwierigkeiten, gefährlich nach vorne zu kommen. Nationalspieler Nadiem Amiri saß nach siebenwöchiger Verletzungspause zunächst nur auf der Bank. Die beste Chance der ersten Halbzeit verpasste Mainz in der 26. Minute, als Stefan Posch mit einem satten Schuss nur den Pfosten traf - Torhüter Noah Atubolu hatte den Ball gerade noch ans Aluminium lenken können.
Emotionen und der entscheidende Moment
Kurz vor der Halbzeitpause eskalierte die Stimmung an der Seitenlinie. Schiedsrichter Felix Zwayer, der für die anstehende Weltmeisterschaft nominiert ist, ließ einen Einwurf nicht mehr ausführen, nachdem Johan Manzambi Zeit geschunden hatte. Die protestierenden Freiburger um Kapitän Christian Günter und Trainer Julian Schuster erhielten dafür gelbe Karten.
Nach der Pause benötigte Freiburg etwas Anlaufzeit, doch dann kam der entscheidende Spielzug: Der eingewechselte Philipp Lienhart spielte einen Ball in den Strafraum, den Ginter mit einer Hacke kunstvoll ablegte. Höler köpfte den Pass über Mainz-Torhüter Daniel Batz zum Siegtor ein. Der frühere Freiburger Batz musste später noch zweimal gegen den starken Manzambi retten, doch ein Ausgleich gelang den Mainzern nicht mehr.
Historische Bedeutung des Sieges
Dieser Erfolg hatte besondere historische Bedeutung für Freiburg: Es war der erste Auswärtssieg der Breisgauer in Mainz seit über fünf Jahren. Für Mainz-Coach Urs Fischer bedeutete die Niederlage die dritte Bundesliga-Pleite in seinem 16. Spiel an der Seitenlinie der Nullfünfer. Interessanterweise hatte Mainz im Hinspiel noch eine 0:4-Niederlage gegen Freiburg kassiert, was damals zum Rauswurf von Trainer Bo Henriksen führte.
Beide Teams müssen sich nun wieder auf ihre internationalen Verpflichtungen konzentrieren: Mainz tritt in der Conference League bei Racing Straßburg an, während Freiburg in der Europa League nach dem 3:0 gegen Celta Vigo das Halbfinale anpeilt. Das Bundesliga-Duell zeigte, dass beide Mannschaften trotz ihrer Europacup-Belastung weiterhin konkurrenzfähig in der Liga bleiben.



