Freiburg beendet Mainzer Heimserie mit knappem Auswärtssieg
Im Duell zweier Europacup-Viertelfinalisten setzte sich der SC Freiburg beim FSV Mainz 05 mit einem knappen 1:0 durch. Der Siegtreffer von Lucas Höler in der 47. Minute beendete nicht nur die Heimserie der Mainzer in diesem Jahr, sondern markierte auch den ersten Auswärtssieg Freiburgs in Mainz seit über fünf Jahren. Vor 30.000 Zuschauern im Mewa-Arena entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel mit wenigen Höhepunkten, das jedoch für die Breisgauer den gewünschten Erfolg brachte.
Sandwich-Spiel zwischen internationalen Pflichten
Beide Mannschaften bestritten die Partie im Sandwich zwischen ihren Europacup-Auftritten. Während Mainz nach einem 2:0 im Hinspiel der Conference League bei Racing Straßburg antreten wird, will Freiburg nach einem furiosen 3:0 gegen Celta Vigo in die Europa League einziehen. Trotz sechs Wechseln nach dem ersten Duell mit den Spaniern starteten die Breisgauer druckvoll und selbstbewusst, während Mainz zunächst große Mühe hatte, nach vorn zu kommen.
Verletzungssorgen und Pfostentreffer
Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter musste nach 20 Minuten zweimal länger behandelt werden, nachdem er den Arm von Sheraldo Becker ins Gesicht bekommen hatte. Kaum war der Routinier zurück auf dem Rasen, da schepperte der Pfosten hinter ihm: Stefan Poschs satten Schuss konnte Keeper Noah Atubolu gerade noch ans Aluminium lenken. In dieser Phase übernahmen die Mainzer immer mehr das Zepter, fanden aber bis zur Pause kein Durchkommen gegen die kompakte Freiburger Abwehr.
Aufregung vor der Halbzeit
Kurz vor der Halbzeitpause sorgte eine Szene an der Seitenlinie für Aufregung. Schiedsrichter Felix Zwayer ließ einen Einwurf nicht mehr ausführen, nachdem Johan Manzambi verzögerte. Den protestierenden Freiburger Kapitän Christian Günter und Trainer Julian Schuster zeigte der für die WM im Sommer nominierte Zwayer daraufhin die Gelbe Karte. Auch nach der Pause ließen sich die Gäste Zeit, auf dem Rasen zu erscheinen, starteten dann aber umso entschlossener.
Höler entscheidet das Spiel
Matthias Ginter legte einen Ball des eingewechselten Philipp Lienhart kunstvoll mit der Hacke ab, Lucas Höler köpfte über den Mainzer Schlussmann Daniel Batz zum 1:0 ein. Im Hinspiel hatten die Nullfünfer beim 0:4 noch die höchste Saisonniederlage kassiert, die damals Trainer Bo Henriksen den Job kostete. Nun drängten sie auf den Ausgleich, konnten sich aber zunächst auf Batz zwischen den Pfosten bedanken: Der frühere Freiburger rettete zweimal gegen den erneut starken Manzambi.
Fischers dritte Niederlage
Mainz-Coach Urs Fischer brachte Nationalspieler Nadiem Amiri erstmals nach sieben Wochen Verletzungspause wieder ins Spiel. Doch auch dem Spielmacher fiel nicht viel ein gegen die disziplinierte Freiburger Defensive. Am Ende stand die dritte Bundesliga-Niederlage für die Mainzer im 16. Spiel unter Fischer. Die Serie von acht ungeschlagenen Pflichtspielen war damit beendet, während Freiburg einen wichtigen Schritt in Richtung Europacup-Plätze machte.



