Nach Trainerwechsel: Friedhelm Funkel bleibt Notfall-Plan beim FC Köln
Funkel bleibt Kölns Notfall-Plan nach Trainerwechsel

Trainerwechsel beim FC Köln: Wagner übernimmt, Funkel wartet als Notlösung

Der kriselnde FC Köln hat nach der überraschenden Freistellung von Cheftrainer Lukas Kwasniok (44) eine schnelle Interimslösung gefunden. Ab sofort übernimmt Co-Trainer René Wagner (37) die Verantwortung für die Profimannschaft und leitete bereits am Montag sein erstes Training. Der Klub aus der Domstadt setzt damit bewusst auf einen geräuschlosen und kostengünstigen Weg, um die akute sportliche Krise zu bewältigen.

Wagner erhält Chance auf Bewährung

Sportdirektor Thomas Kessler (40) erklärte die Entscheidung für Wagner mit dessen guter Kenntnis des Teams und exzellentem Verhältnis zu den Spielern. „Wir sind überzeugt, dass René gemeinsam mit unserem Trainerteam und der Mannschaft unser Ziel erreichen wird“, so Kessler in einer offiziellen Stellungnahme. „Er kennt die Mannschaft, hat einen guten Zugang zu den Spielern und wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen.“

Allerdings übernimmt Wagner die Position nur interimsweise und arbeitet praktisch auf Bewährung. Seine Hauptaufgaben in den kommenden Wochen:

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  • Die Mannschaft nach der enttäuschenden Serie von sieben sieglosen Spielen stabilisieren
  • Die defensive Schwäche beheben (15 Gegentore in den letzten sieben Partien)
  • Die frustrierten Spieler wieder motivieren und aufbauen
  • Die Fans hinter sich und das Team bringen

Funkel als letzte Rettungsoption im Hintergrund

Die wahrscheinlich interessanteste Entwicklung bleibt jedoch im Hintergrund: Kult-Coach Friedhelm Funkel (72) steht weiterhin als Notfall-Plan bereit. Der erfahrene Trainer, der Köln bereits 2025 den Aufstieg sicherte, hat laut Klubkreisen seine Bereitschaft signalisiert, im Ernstfall einzuspringen.

Sportboss Kessler hat seinen letzten Trainer-Trumpf bewusst noch nicht gezogen, da die Mannschaft in den letzten Spielen – abgesehen von den Ergebnissen – durchaus positive Ansätze zeigte. Sollten die Ergebnisse unter Wagner jedoch weiter ausbleiben, insbesondere in den wichtigen Spielen gegen Frankfurt (5. April) und zu Hause gegen Bremen (12. April), wird Funkel höchstwahrscheinlich zurückgeholt.

Die Situation für den FC Köln ist prekär: Nachdem bereits Wolfsburg, Bremen und Gladbach ihre Trainer gewechselt haben, ist die Konkurrenz um verfügbare Trainer groß. Allerdings scheint die Gefahr aktuell gering, dass sich ein anderer Verein Funkel schnappt, was Köln eine gewisse Planungssicherheit gibt.

Zeitdruck und klare Erwartungen

Für Interimstrainer Wagner beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Sein offizieller Auftrag lautet, spätestens im Heimspiel gegen Werder Bremen die erste Punkteausbeute zu erzielen und die Sieglos-Serie zu beenden. Gleichzeitig muss er den FC über der Abstiegslinie halten und die defensive Stabilität deutlich verbessern.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Wagners Vertrauensvorschuss gerechtfertigt war oder ob der Klub doch auf die Erfahrung und Ruhe des Rettungsexperten Funkel zurückgreifen muss, der in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen hat, dass er scheinbar hoffnungslose Situationen in letzter Minute noch drehen kann.

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