Geheimnis um Kanes Knöchelverletzung beschäftigt den FC Bayern
Die Frage nach der Fitness von Harry Kane (32) dominiert derzeit die Diskussionen beim FC Bayern München. Der englische Nationalspieler spürte vergangenen Montag während eines geheimen Teils des Trainings mit der englischen Nationalmannschaft Schmerzen im Sprunggelenk, die ohne Fremdeinwirkung auftraten. Seitdem hat Kane an keinem Mannschaftstraining mehr teilgenommen und fehlte auch beim 3:2-Sieg des FC Bayern in Freiburg am Samstag im Kader des deutschen Rekordmeisters.
Eberls ausweichende Antworten auf kritische Fragen
Als BILD Max Eberl (52), den Sportvorstand des FC Bayern, am Samstagabend direkt fragte, ob es für das Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid am Dienstag reichen werde, antwortete dieser ausweichend: „Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch. Es sind jetzt noch drei Tage, die Physios arbeiten daran und das machen sie wirklich herausragend. Er selbst ist ständig am Gelände und lässt sich pflegen. Wir tun alles.“
Ein besonders großes Geheimnis machen die Münchner jedoch um die genaue Seite der Verletzung. Auf die Nachfrage von BILD, ob es sich um den rechten Fuß handle, entgegnete Eberl grinsend: „Das ist jetzt eine fiese Frage. Ich schaue nicht auf seine Füße, sie sehen beide geschwollen aus.“ Als BILD ein letztes Mal nachhakte und wissen wollte, ob Eberl denn wisse, auf welcher Seite Kane die Schmerzen spürt, lautete die Antwort: „Es ist nichts Dramatisches. Wir glauben daran, dass es funktioniert.“
Strategisches Schweigen oder echte Ungewissheit?
Experten vermuten, dass der FC Bayern bewusst keine Details zur genauen Seite der Verletzung preisgeben möchte. Hintergrund könnte die Befürchtung sein, dass Real Madrid gezielte Tacklings auf den lädierten Fuß von Kane vorbereiten könnte. Auch Joshua Kimmich (31), der Vize-Kapitän der Bayern, hielt sich bei Nachfragen bedeckt und erklärte: „Ne, weiß ich gar nicht. Also wirklich nicht. Aber ich glaube, das ist auch egal. Ich erwarte von ihm, dass er am Dienstag fit auf dem Platz steht.“
Kimmich zeigte sich überzeugt von Kanes Einsatzbereitschaft: „Ich glaube, er würde da auch mit dem Rollstuhl spielen. Ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Ich weiß nicht genau, wie es aussieht. Aber ich glaube, selbst wenn er da noch ein bisschen Schmerzen hat, wird er sich schon aufs Feld schleppen.“
Alternative Optionen für die Bayern-Offensive
In Freiburg musste Bayern-Trainer Vincent Kompany (39) aufgrund der Rot-Sperre von Nicolas Jackson (24) improvisieren und setzte Serge Gnabry (30) im Sturmzentrum ein. Sollte Kane tatsächlich für das Hinspiel gegen Real Madrid ausfallen, wäre auch Jackson wieder eine Option für die Münchner. Die Unsicherheit um den Topstar belastet jedoch die Vorbereitungen auf das entscheidende Champions-League-Duell.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob Harry Kane rechtzeitig fit wird für das prestigeträchtige Spiel in Madrid. Der FC Bayern bleibt vorerst bei seiner Strategie des Schweigens und der vagen Optimismusbekundungen, während die Fußballwelt gespannt auf Neuigkeiten wartet.



