DFB verhängt Geldstrafe gegen 1. FC Köln nach Eklat um Stadionsprecher
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro gegen den 1. FC Köln verhängt. Dies geht aus einer Mitteilung des Verbandes hervor, die anderthalb Wochen nach dem Bundesligaspiel der Kölner gegen Borussia Dortmund (1:2) veröffentlicht wurde. Das Sportgericht des DFB begründete die Strafe mit unsportlichem Verhalten des Vereins.
Stadionsprecher sorgt mit Äußerungen für Aufsehen
Während der Partie hatte der Kölner Stadionsprecher Michael Trippel die Worte „Pfui, widerlich“ ins Mikrofon gerufen. Der 71-Jährige bezog sich dabei auf einen Platzverweis gegen FC-Profi Jahmai Simpson-Pusey. Seine Aussagen lösten umgehend Diskussionen unter Fußball-Beobachtern und Fans aus und wurden als unangemessen kritisiert.
Trippel entschuldigte sich später für seine Äußerungen und erhielt einen Rüffel von der Clubspitze. Das vom DFB eingeleitete Ermittlungsverfahren richtete sich jedoch nicht gegen den Sprecher persönlich, sondern gegen den 1. FC Köln als Verein.
Auflagen des DFB-Sportgerichts
Zusätzlich zur Geldstrafe belegte das DFB-Gericht den Club mit einer wichtigen Auflage. Der Verein muss seine Stadionsprecher in geeigneter Weise ausdrücklich darauf hinweisen, unsportliche Aussagen, insbesondere in Bezug auf Schiedsrichter, Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielbeteiligte, zukünftig zu unterlassen.
Laut dem Urteil sollen Stadiondurchsagen ausschließlich mit neutralem Inhalt versehen werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Professionalität und Fairness im deutschen Profifußball zu wahren.
Strafmildernde Umstände
Das DFB-Sportgericht berücksichtigte bei der Urteilsfindung auch strafmildernde Umstände. So wirkte sich positiv aus, dass Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler die Aussagen seines Kollegen im Anschluss an die Partie öffentlich verurteilt hatte. Diese klare Distanzierung des Vereins von den Äußerungen Trippels wurde als Zeichen der Einsicht gewertet.
Der Fall unterstreicht die Bedeutung einer verantwortungsvollen Kommunikation im Fußball und die Konsequenzen, die unsportliches Verhalten für Vereine haben kann. Der 1. FC Köln muss nun die Auflagen des DFB umsetzen und die Geldstrafe zahlen.



