Leon Goretzka wird am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr, Sky) zum letzten Mal für den FC Bayern in der Allianz Arena auflaufen. Der 31-jährige Mittelfeldspieler, dessen Vertrag nach acht Jahren im Juni endet, wird vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet. Es gibt Blumen, eine gerahmte Collage seiner besten Momente und wahrscheinlich auch Tränen.
Kompany: Kein Geschenk, sondern verdient
Trainer Vincent Kompany betonte, dass Goretzkas Startelfnominierung kein Abschiedsgeschenk sei. „Nein, kein Geschenk. Das hat sich Leon über viele Jahre mit Leistung verdient. Man kann sich auch seine Bühne verdienen“, so Kompany. Er lobte Goretzka als „Vorbild“ für die Mannschaft, nachdem dieser sich nach dem Verlust seines Stammplatzes im Sommer 2024 zurückgekämpft hatte.
Abschied auf Raten
Goretzka hatte bereits im Sommer 2024 seinen Stammplatz verloren und der Verein legte ihm nahe, zu gehen. Doch er blieb, kämpfte sich zurück und wurde wieder zum Leistungsträger. Kompany erwähnte ihn mehrfach in internen Besprechungen als positives Beispiel. Goretzka selbst sagte im Vereinsmagazin „Säbener 51“: „Ich liebe den Verein, ich liebe die Stadt, ich liebe die Fans. Es war eine wunderschöne, intensive, besondere Zeit, die ich sicher vermissen werde.“
Sportliche Bilanz
An guten Tagen erinnerte Goretzka mit seiner Dynamik und Kopfballstärke an Michael Ballack. Seine Robustheit war das Ergebnis harten Trainings. An schlechteren Tagen fiel sein mangelndes Tempo im Spielaufbau auf. Im Vergleich zu Aleksandar Pavlovic, der durch Passsicherheit und Zweikampfstärke überzeugte, fehlte Goretzka diese Qualität.
Zukunft: AC Mailand lockt
Goretzka steht vor einem Wechsel zur AC Mailand, die ihm einen Dreijahresvertrag anbietet. Sportlich und finanziell ist die Entscheidung der Bayern, einem der Top-Verdiener mit 31 Jahren keinen neuen Vertrag zu geben, nachvollziehbar. Doch wie bei vielen Abschieden könnte der wahre Wert erst erkannt werden, wenn Goretzka nicht mehr da ist.
Möglicherweise macht Goretzka den Weg frei für einen Transfer von Kennet Eichhorn, dem 16-jährigen Talent von Hertha BSC, an dem auch Borussia Dortmund interessiert ist.



