Leon Goretzka: Letztes Derby in Dortmund mit besonderer Bedeutung
Der deutsche Nationalspieler Leon Goretzka fiebert mit besonderer Vorfreude dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund entgegen. Für den 30-jährigen Mittelfeldspieler wird es der letzte Gastauftritt im Trikot des deutschen Rekordmeisters im Signal Iduna Park sein, da er den Verein nach Saisonende ablösefrei verlassen wird. Diese besondere Konstellation verleiht dem Duell am Samstagabend eine zusätzliche emotionale Komponente für den gebürtigen Bochumer.
Heimatverbundenheit und Derby-Erfahrungen
„Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Spiel“, erklärte Goretzka auf der Best-Brands-Gala in München gegenüber der Bild-Zeitung. „Ich komme ja aus dem Ruhrgebiet, ich komme aus Bochum und dementsprechend sind die Spiele gegen den BVB für mich schon immer etwas Besonderes gewesen.“ Diese besondere Verbindung zum Revier-Derby habe sich auch während seiner Zeit beim FC Bayern nicht verändert: „Das hat sich jetzt mit der Zeit bei Bayern auch nicht geändert. Für mich ist es immer noch ein Derby und ich bin heiß auf das Spiel!“
Sportliche Bedeutung und persönliche Situation
Mit einem Sieg in Dortmund könnte der FC Bayern München seinen Vorsprung an der Tabellenspitze vorentscheidend auf elf Punkte ausbauen. Für Goretzka persönlich kommt hinzu, dass er in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr zur unumstrittenen Stammkraft unter Cheftrainer Vincent Kompany gehörte. Aleksandar Pavlovic und Joshua Kimmich erhielten in der Mittelfeldzentrale zuletzt häufiger den Vorzug. Umso mehr möchte der erfahrene Spieler bei seinem letzten Derby-Einsatz in Westfalen im Bayern-Trikot noch einmal voll überzeugen.
Positionierung zum Videoschiedsrichter
In der aktuellen Diskussion um den Video-Assistenten-Schiedsrichter (VAR) bezog Goretzka auf der Gala eindeutig Position: „Ich bin Befürworter des VAR“, stellte der 30-Jährige klar. „Ich habe die Überzeugung, dass das den Sport fairer macht. Wenn am Ende ein entscheidendes Finale beispielsweise durch ein Abseits-Tor entschieden wird und du dann auch um deinen wahrscheinlich hart verdienten Erfolg gebracht wirst, tut das weh. Und ich glaube, dass da der VAR den Sport einfach fairer macht.“
Allerdings räumte der Nationalspieler auch Verbesserungsbedarf ein: „Trotzdem sind wir uns alle einig, dass es da noch ein paar Anpassungen braucht.“ Diese differenzierte Betrachtung zeigt, dass Goretzka sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat, während er gleichzeitig die grundsätzliche Nützlichkeit der Technologie betont.
Emotionale und sportliche Dimension
Das bevorstehende Derby vereint somit mehrere bedeutende Aspekte:
- Die persönliche Abschiedsvorstellung von Leon Goretzka im Bayern-Trikot in Dortmund
- Die besondere Heimatverbundenheit des Ruhrgebiet-Kindes zu diesem Duell
- Die hohe sportliche Bedeutung für den Titelkampf in der Bundesliga
- Die aktuelle Diskussion um den VAR und dessen Einfluss auf den Fußball
Goretzka steht somit im Mittelpunkt eines Spiels, das nicht nur sportlich, sondern auch emotional und persönlich von großer Bedeutung ist. Seine klaren Worte zur Vorfreude und seine differenzierte Positionierung zum VAR unterstreichen die Reife des erfahrenen Profis, der sowohl seine persönlichen Beweggründe als auch größere fußballerische Entwicklungen im Blick behält.



