Gulácsi zurück, Vandevoordt im Fokus: Leipzigs Torhüter-Duell spitzt sich zu
Die Situation im Tor von RB Leipzig hat sich dramatisch zugespitzt. Nur sieben Spieltage vor dem Ende der Bundesliga-Saison steht Trainer Ole Werner vor einer schwierigen Personalentscheidung. Der langjährige Stammkeeper Péter Gulácsi ist nach einem Innenbandanriss im Knie wieder vollständig fit, während sein junger Konkurrent Maarten Vandevoordt in den vergangenen Wochen überzeugende Leistungen gezeigt hat.
Vandevoordt kehrt aus USA zurück und muss in Bremen beweisen
Maarten Vandevoordt ist erst am Donnerstag von der Länderspielreise mit der belgischen Nationalmannschaft aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Bei den Testspielen gegen die USA und Mexiko kam der 24-Jährige zwar nicht zum Einsatz, doch am Samstag steht er bereits wieder im Fokus. Beim Auswärtsspiel in Bremen wird der Torwart erneut zwischen den Pfosten von RB Leipzig stehen.
Gulácsi hingegen hat bisher nur eine volle Trainingswoche mit der Mannschaft absolviert und wird vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. „Pete ist unsere Nummer eins und hat das in dieser Saison unter Beweis gestellt“, betonte Trainer Ole Werner gegenüber BILD. „Auf der anderen Seite hat Maarten einen guten Rhythmus aufgenommen und auch sehr gute Leistungen gezeigt.“
Zwei Topkeeper im finalen Saisonendspurt
Im entscheidenden Kampf um die Champions-League-Qualifikation bietet sich für Leipzig ein luxuriöses Problem. Vandevoordt hat in sechs Partien als Vertretung für den verletzten Gulácsi bis auf einen Patzer in Stuttgart solide Arbeit geleistet und befindet sich aktuell in einer positiven Leistungsspirale. Der Belgier muss diesen Flow nun auch im Weserstadion unter Beweis stellen.
Gulácsi wiederum war bis zu seiner Verletzung einer der herausragenden Torhüter der gesamten Liga. Der 35-jährige Ungar hielt in zehn Spielen sein Tor sauber und bringt als erfahrener Führungsspieler wertvolle Qualitäten für den Bundesliga-Schlussspurt mit. Diese Erfahrung könnte sich im Finale der Saison als entscheidender Trumpf erweisen.
Werner zögert mit endgültiger Entscheidung
Trainer Ole Werner will sich noch nicht festlegen, solange Gulácsi nicht wieder im vollen Trainingsrhythmus ist. Der 37-Jährige befindet sich in der glücklichen Lage, über zwei absolute Topkeeper verfügen zu können. Diese Situation gibt ihm taktische Flexibilität in den entscheidenden letzten Spielen der Saison.
Für die kommende Spielzeit ist die Planung allerdings klar: Vandevoordt soll zur dauerhaften Nummer eins befördert werden, während Gulácsi als starker Backup eine Reihe nach hinten rückt. Doch bis dahin ist in dieser Saison noch alles offen. Der Kampf um den Torhüterplatz bei RB Leipzig bleibt bis zum letzten Spieltag spannend und unvorhersehbar.



