Giulia Gwinn vor WM-Qualifikation mit muskulären Problemen
Kapitänin Giulia Gwinn muss vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen gegen Slowenien kürzertreten. Die 26-jährige Spielerin des FC Bayern München fehlte beim Nachmittagstraining des Nationalteams auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. „Ich habe muskulär eine bisschen eine Verhärtung, nichts Dramatisches“, erklärte Gwinn bei einer Medienrunde. Sie betonte, dass sie in den letzten Jahren gelernt habe, gut auf ihren Körper zu hören.
Schlechte Erinnerungen an Dresden
Gemeinsam mit Bundestrainer Christian Wück entschied die Rechtsverteidigerin, das intensive Training auszulassen. Besonders an das letzte Länderspiel in Dresden, wo die DFB-Frauen am Dienstag antreten, erinnert sich Gwinn „nicht so gerne zurück“. Im Jahr 2022 zog sie sich dort vor einem Testspiel gegen Frankreich ihren zweiten Kreuzbandriss zu und verpasste dadurch die WM 2023 in Australien.
Jubiläum als Spielführerin
Gwinn soll die deutsche Auswahl gegen Slowenien zum 20. Mal als Kapitänin auf den Platz führen. Das Nationalteam spielt anschließend am Samstag in Stavanger gegen Norwegen. Weitere Gruppengegner auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien sind Österreich. „Die Stimmung ist super. Wir haben ein großes Ziel vor Augen“, sagte Gwinn nach den ersten Trainingseinheiten des Jahres.
Konkurrenz durch Carlotta Wamser
Deutschlands „Fußballerin des Jahres“ sah im vergangenen Jahr, als sie bei der EM in der Schweiz verletzungsbedingt ausfiel, in Carlotta Wamser Konkurrenz auf ihrer Position. Wamser, die von Eintracht Frankfurt zu Bayer Leverkusen wechselte, gilt als eine der großen Turnierentdeckungen. Die 22-Jährige fehlte allerdings zum Jahresende in den Nations-League-Finals wegen Knieproblemen.
Gwinn äußerte sich anerkennend über ihre Teamkollegin: „Auf jeden Fall hat sie das super gemacht rechts hinten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ihr dabei zuzuschauen“. Sie verwies auf die Nations-League-Halbfinals gegen Frankreich, wo Wamser vor ihr spielte, und betonte, dass dies „sehr viel Spaß gemacht hat“. Letztlich liege die Entscheidung über die Aufstellung jedoch bei Bundestrainer Christian Wück.



